NOTLANDUNG – eine Traumgeschichte

Notlandung

Notlandung

Der Traum
… und die Übersetzung dazu

Im Traum bin ich wieder wie damals, im Flugzeug am Arbeiten. Allerdings merke ich, dass ich nicht mehr so versiert bin in den Abläufen vom Bordservice. Daher gehe ich oft einfach hin und her und schaue, ob alles ist im Falle einer Notlandung.
Was verunsichert mich grade momentan in meinem Alltag? Wo habe ich den Faden verloren in meinem Tagesablauf? Was soll ich jetzt als Nächstes tun? Seit dem Ausbruch des Virus ist nichts mehr wie es einmal war. 

Meine Brille fällt mir runter, kann sie jedoch nicht mehr finden. Da ich nicht gut sehe ohne, versuche ich Linsen einzulegen, doch die sind grösser als mein Auge und passen nicht rein.
Was kann oder will ich grad zur Zeit nicht sehen? Nicht erkennen? Ewig werde ich nicht wegschauen können. 

Dann fragt ein Passagier nach Milch für in seine Flasche und ich gebe ihm Wasser stattdessen.
Ich will weder selber Milch trinken, noch bin ich bereit für Andere welche zu besorgen! Ich bin doch keine Kuh! Und du auch nicht! Klarheit ist gefragt, darum gibt es Wasser! Gopf! Warum haben das noch nicht alle begriffen??

Es ist ein riesiger Flieger, ähnlich wie ein A380. Meine Duty ist ganz vorne, direkt beim Cockpit. Dort schläft ein Passagier in einem riesigen Bett und seine Füsse lugen unter der Daunendecke hervor.
Ich bin an der Front und kann doch nicht wirklich lenken. Schlafe ich selber noch?! 

Wir machen einen Zwischenstopp. Ich laufe einen Weg hinauf und müsste über eine ganz schmale Passage springen. Das schaffe ich nicht, denke ich und will umkehren Richtung Flugzeug. Doch dann nehme ich meinen ganzen Mut zusammen, auch wenn ich spüre, dass ich da niemals hinüber komme, ich versuche es!
Ja, es wird eng. Doch ich will alles versuchen, auch wenn es unerreichbar zu sein scheint! Es gibt immer einen Weg!

Ich nehme einen riesigen Satz, doch kurz vor dem Ziel rutsche ich ab. Doch mit extrem schnell laufen habe es ganz knapp geschafft, auf die andere Seite zu gelangen.
Siehst du? Wenn du wirklich, wirklich willst und es auch versuchst, dann kannst du es schaffen!

Im selben Moment läuft eine Familie oben durch und ihr kleines Mädchen rutscht ab. Ich kann sie grad noch halten.
Ich habe sogar im Moment so viel Vertrauen in meine innere Kraft, dass ich auch Andere auffangen kann. Trotz allem was im Moment grad abgeht.

Zurück im Flugzeug, vorne beim Cockpit sehe ich, dass wir extrem nah über dem Wasser sind! Bevor meine Frage nach dem Warum beantwortet wird, machen wir ein Notlandung.
Warum passiert das grad? Warum geht uns das so ans Lebendige? Droht jetzt alles abzustürzen? Nein, es wird eine einigermassen glimpfliche Landung geben, wenn auch nicht wie geplant.

Es ist zum Glück nichts passiert und wir biegen irgendwo in einen Seitenkanal ein. Teile des Flugzeuges haben sich voneinander abgelöst und sich in verschiede Kapseln aufgespalten.
Es muss nicht alles auf Mal gelöst werden, aufteilen und das Eine vom Anderen trennen macht mehr Sinn. Step by step weitermachen.

Wir navigieren entlang des engen Kanals, wie in einem Labyrinth. Da kommen wir unmöglich hindurch , denke ich, doch es passt wie angegossen.
Auch wenn es scheint, als befänden wir uns in einer Sackgasse, kommen wir doch  irgendwie durch. Ich spüre Zuversicht. 

Wir sind angekommen, die Kapsel öffnet sich. Wer will, kann aussteigen. Soll ich jetzt aussteigen oder lieber drin bleiben und warten, bis die Kapseln sich wieder vereinen und als Ganzes zurückfliegen?
Jetzt ist es erst recht wichtig, Geduld zu haben und zu warten, bis sich alles wieder fügt. Sich zusammentun und vereinen ist jetzt gefragt. 

Der Mann im grossen Doppelbett hinter dem Cockpit schläft immer noch tief und fest. Ich wecke ich auf.
Es ist jetzt an der Zeit aufzuwachen und den Tatsachen in die Augen zu schauen! 

Ein Crewmitglied von der zweiten Kapsel, setzt sich nun vor diese hin, schnallt sich an und macht sich bereit, jetzt als Nächstes durch das Labyrinth zu manövrieren.
Wir befinden uns tatsächlich mitten in einer Notsituation und manövrieren durch ein Labyrinth! Schnallen wir uns an, es wird eng, doch wir kommen durch! 

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