Archiv der Kategorie: Traumgeschichte

WALDLICHTUNG – eine Traumgeschichte

Waldlichtung – eine Traumgeschichte

Der Traum
… und die Übersetzung dazu


Irgendwo auf einer Schotterstrasse halte ich an, steige aus dem Auto, und laufe in den Wald. Ich möchte für Mama einen kleinen Strauss Wiesenblumen pflücken und Heidelbeeren sammeln. Es hat noch nicht so viele Reife, und doch will ich das Säcklein voll machen. 

Auf meiner Suche nach mehr, bewege ich mich immer weiter und weiter von meinem Auto weg.  Irgendwann hören das hohe Gras und die Blätterstauden plötzlich auf, und ich betrete eine mit Tannennadeln bedeckte kleine Waldlichtung. 

Da liegen vereinzelt reife Heidelbeeren einfach so auf dem Boden, als wollten sie mich führen und mir den Weg weisen. Schritt für Schritt gehe ich weiter und nehme jedes Einzelne sorgfältig auf. Plötzlich erkenne ich, dass der Waldboden eine runde Fläche ist, umrahmt von hohen Tannen. Es sieht aus wie ein grosser Kreis in welchem sich ein weiterer, engerer Kreis befindet. 

Noch während ich in diesen eintrete spüre ich eine unglaubliche Kraft. Mit leicht ausgebreiteten Armen und Blick in den klaren Sternenhimmel richte ich mich aus, wie im yogischen Tadasana, und empfange, direkt vom Firmament. 

Diese Kraft zu spüren, voll und ganz in meiner Mitte zu sein, berührt mich zutiefst und macht mich unendlich demütig und sprachlos.

Ich habe ein Ziel und das ist mir wichtig, egal wie lange ich dafür brauche – ich bleibe dran. Dafür bewege ich mich auch raus aus meiner Komfortzone (Auto) und begebe mich auf unwegsames Gelände (hohes Gras und Stauden). Ich suche die richtigen und passenden Momente/Gelegenheiten/Menschen (reife Beeren), um vorwärts zu kommen.

Mein Alltag darf also ruhig spürbar leichter und heller werden (Waldlichtung) und ich darf mich vertrauensvoll leiten lassen (vereinzelte, wegweisende Beeren am Boden). Achtsam den Tag pflücken ist die Devise. Carpe diem. Nur so komme ich meiner Mitte (Kreis) und somit mir selber und meinem Ziel immer näher und näher. Indem ich mich  wortwörtlich zentriere. 

Wenn ich ganz bei mir bin, voll und ganz ich bin, mich einmitte, dann bin ich in meiner ganzen Kraft! 

Dieser Traum, verbunden mit all den extrem intensiven Gefühlen begleitet mich durch den ganzen Tag und bestimmt noch lange darüber hinaus. Er zeigt mir, dass in mir und durch mich alles möglich ist. Ich bin Energie, ich bin Kraft, ich bin Eins mit dem Göttlichen, Eins mit dem Universum!

NOTLANDUNG – eine Traumgeschichte

Notlandung

Notlandung

Der Traum
… und die Übersetzung dazu

Im Traum bin ich wieder wie damals, im Flugzeug am Arbeiten. Allerdings merke ich, dass ich nicht mehr so versiert bin in den Abläufen vom Bordservice. Daher gehe ich oft einfach hin und her und schaue, ob alles ist im Falle einer Notlandung.
Was verunsichert mich grade momentan in meinem Alltag? Wo habe ich den Faden verloren in meinem Tagesablauf? Was soll ich jetzt als Nächstes tun? Seit dem Ausbruch des Virus ist nichts mehr wie es einmal war. 

Meine Brille fällt mir runter, kann sie jedoch nicht mehr finden. Da ich nicht gut sehe ohne, versuche ich Linsen einzulegen, doch die sind grösser als mein Auge und passen nicht rein.
Was kann oder will ich grad zur Zeit nicht sehen? Nicht erkennen? Ewig werde ich nicht wegschauen können. 

Dann fragt ein Passagier nach Milch für in seine Flasche und ich gebe ihm Wasser stattdessen.
Ich will weder selber Milch trinken, noch bin ich bereit für Andere welche zu besorgen! Ich bin doch keine Kuh! Und du auch nicht! Klarheit ist gefragt, darum gibt es Wasser! Gopf! Warum haben das noch nicht alle begriffen??

Es ist ein riesiger Flieger, ähnlich wie ein A380. Meine Duty ist ganz vorne, direkt beim Cockpit. Dort schläft ein Passagier in einem riesigen Bett und seine Füsse lugen unter der Daunendecke hervor.
Ich bin an der Front und kann doch nicht wirklich lenken. Schlafe ich selber noch?! 

Wir machen einen Zwischenstopp. Ich laufe einen Weg hinauf und müsste über eine ganz schmale Passage springen. Das schaffe ich nicht, denke ich und will umkehren Richtung Flugzeug. Doch dann nehme ich meinen ganzen Mut zusammen, auch wenn ich spüre, dass ich da niemals hinüber komme, ich versuche es!
Ja, es wird eng. Doch ich will alles versuchen, auch wenn es unerreichbar zu sein scheint! Es gibt immer einen Weg!

Ich nehme einen riesigen Satz, doch kurz vor dem Ziel rutsche ich ab. Doch mit extrem schnell laufen habe es ganz knapp geschafft, auf die andere Seite zu gelangen.
Siehst du? Wenn du wirklich, wirklich willst und es auch versuchst, dann kannst du es schaffen!

Im selben Moment läuft eine Familie oben durch und ihr kleines Mädchen rutscht ab. Ich kann sie grad noch halten.
Ich habe sogar im Moment so viel Vertrauen in meine innere Kraft, dass ich auch Andere auffangen kann. Trotz allem was im Moment grad abgeht.

Zurück im Flugzeug, vorne beim Cockpit sehe ich, dass wir extrem nah über dem Wasser sind! Bevor meine Frage nach dem Warum beantwortet wird, machen wir ein Notlandung.
Warum passiert das grad? Warum geht uns das so ans Lebendige? Droht jetzt alles abzustürzen? Nein, es wird eine einigermassen glimpfliche Landung geben, wenn auch nicht wie geplant.

Es ist zum Glück nichts passiert und wir biegen irgendwo in einen Seitenkanal ein. Teile des Flugzeuges haben sich voneinander abgelöst und sich in verschiede Kapseln aufgespalten.
Es muss nicht alles auf Mal gelöst werden, aufteilen und das Eine vom Anderen trennen macht mehr Sinn. Step by step weitermachen.

Wir navigieren entlang des engen Kanals, wie in einem Labyrinth. Da kommen wir unmöglich hindurch , denke ich, doch es passt wie angegossen.
Auch wenn es scheint, als befänden wir uns in einer Sackgasse, kommen wir doch  irgendwie durch. Ich spüre Zuversicht. 

Wir sind angekommen, die Kapsel öffnet sich. Wer will, kann aussteigen. Soll ich jetzt aussteigen oder lieber drin bleiben und warten, bis die Kapseln sich wieder vereinen und als Ganzes zurückfliegen?
Jetzt ist es erst recht wichtig, Geduld zu haben und zu warten, bis sich alles wieder fügt. Sich zusammentun und vereinen ist jetzt gefragt. 

Der Mann im grossen Doppelbett hinter dem Cockpit schläft immer noch tief und fest. Ich wecke ich auf.
Es ist jetzt an der Zeit aufzuwachen und den Tatsachen in die Augen zu schauen! 

Ein Crewmitglied von der zweiten Kapsel, setzt sich nun vor diese hin, schnallt sich an und macht sich bereit, jetzt als Nächstes durch das Labyrinth zu manövrieren.
Wir befinden uns tatsächlich mitten in einer Notsituation und manövrieren durch ein Labyrinth! Schnallen wir uns an, es wird eng, doch wir kommen durch! 

DEIN WAHRES GESICHT – eine Traumgeschichte

Dein wahres Gesicht

Der Traum

Ich bin in einem Gebäude mit ein paar Anderen und wir wollen in diese „Boutique“. Ich brauche doch noch eine Bluse, denke ich. Eine ganz steile Wendeltreppe führt dort hinab. Doch da unten sind alle irgendwie am Tränen vergiessen und haben eine enormen Druck auf der Brust. Es gibt welche, die einem diesen Druck machen, also extra noch auf die Brust drücken. Dieser Druck, drückt die Tränen raus. Eine dunkelhäutige, junge Frau hebt wie ihr Gesicht weg. Es sieht aus wie eine Maske von so einer Puppe bei den Samaritern. So eine dicke, wie richtige Haut aussehende Plastikmaske. Sie hat sie kurz angehoben, um sie ein wenig zu ajustieren. 

Beim wieder Hinaufsteigen der Wendeltreppe wartete oben unser Lehrer und fragt, warum wir denn immer wieder da runter gehen, wenn es doch so weh tut? Ich kann kaum warten bis ich ihm meine Antwort geben kann: „Wir haben solange Druck und Schmerzen, solange wir nicht unser wahres Gesicht zeigen“.

Wir tun es immer wieder, auch wenn es schmerzt. Allen sind die Tränen nur so runtergekullert und doch wollen wir alle immer und immer wieder diese Wendeltreppe hinunter gehen. Es zieht uns magisch dort hin. Es geht gar nicht um die Bluse, es sind andere Dinge dort unten, die uns anziehen, nicht Blusen. 

… und die Übersetzung dazu 

Was brauchst du wirklich? Wann hast du dich das zum letzten Mal ernsthaft gefragt? Dies scheint mir die wichtigste Frage zu sein, die dieser Traum aufwirft. 

Das Gebäude steht für deinen Körper und die steile Wendeltreppe führt dich direkt in dein Innerstes. Es scheint Druck auf dir zu lasten, der dich traurig macht. Es ist wortwörtlich bedrückend da unten in deinem Unterbewusstsein, und doch willst du genau da hin, weil eben genau da das ist was du suchst, das, was du „brauchst“.

Da ist auch der Ort, wo es möglich ist, dein wahres Gesicht zu zeigen. Zu sehen, wer oder was dich so bedrückt, was dich so traurig macht. Deine aufgesetzte Maske trägt bestimmt einen grossen Anteil daran. 

Im Traum bist du Beobachterin, wie die andere Frau ihre Maske justiert und wirst so selber an deine eigene erinnert. Vielleicht ist es an der Zeit, sie ganz abzunehmen und dein wahres Gesicht zu zeigen? Es ist nämlich wunderschön!

DER TAUCHER – eine Traumgeschichte

Der Taucher

Wenn wir träumen sind wir wie der Taucher,  denn wir tauchen oft ganz, ganz tief ab in unsere unbewussten Sphären, da wo alles möglich ist und der Fantasie keine Grenzen gesetzt sind. Im Unterbewusstsein. Dort wo wir jede Nacht sind und versuchen, unsere Eindrücke des Tages und des Lebens allgemein, zu verarbeiten. Doch längst nicht immer können wir, wenn wir erwachen, uns erinnern daran, was uns unsere inneren Bilder gezeigt haben, unsere Seele uns mitteilen wollte. 

Der Traum

Ich sehe mich als Beobachterin, die zuschaut, wie grad ein Taucher aus der Tiefen am Auftauchen ist. Ich höre seine Atemgeräusche, wie diese immer näher und näher kommen, immer lauter und lauter werden. Kurz bevor er mit seiner ausgestreckten rechten Hand, so macht man das als Taucher, die Wasseroberfläche durchbricht, erwache ich und merke, dass ich nicht die Beobachterin bin, sondern der Taucher. Ich bin nämlich selber aufgetaucht aus den Tiefen meiner Traumwelt, denn neben mir atmet mein Buddy weiter laut vor sich hin und schläft gemütlich weiter. 

… und die Übersetzung dazu 

Das zeigt mir eindrücklich, wie in diesem Traum ein so genannter Rollentausch stattfindet, dass ich im Traum, und auch danach, eben gar nicht die bin, die ich meine zu sein — die, die nur beobachtet wie aufgetaucht wird — sondern die, die selber wieder auftaucht ins Wachbewusstsein. Es ist wie eine andere Instanz in mir, die zuschaut.  So läuft das sehr oft in Träumen ab: Ein Teil von uns ist der Träumer, ein anderer Teil ist der Beobachter.  Nach jedem Traum geht es schliesslich darum, zu erkennen, welcher Teil in mir stellvertretend für welchen Teil im Traum steht. Tscheggsch? Würden meine Teenies jetzt fragen 🙂 

So bin ich selbst im Traum der Taucher. Obwohl ich ihn als meinen Buddy gesehen habe — mein Partner, der immer noch gemütlich neben mir im weichen, warmen Bett liegt und mich mit seinem lauten Atmen aus dem Tiefschlaf geholt hat. 

DER TOD – eine Traumgeschichte

Der Tod

der Tod

Der Traum…
… und die Übersetzung dazu

Plötzlich steht da eine alte Kutsche neben mir, so wie ich sie aus meiner Kindheit kenne. Der Gevatter Tod lugt heraus und ich sehe den offenen Sarg darin stehen. Er bittet mich einzusteigen und ich bin kurz davor. Doch halt! Im letzten Moment habe ich noch den Impuls; Nein, nein, warte! Ich möchte doch erst noch eine sms schreiben! Ich muss mich doch noch abmelden! Habe mir dann so überlegt, wem ich denn alles noch tschüss sagen möchte. Ja, und dass ich auch gar kein Bock habe, schon zu gehen! Es ist doch noch viel zu früh! Und was ist mit meinen Kindern?! Ich will mich doch erst von meinen Kindern verabschieden! Wo sind sie denn?  

Dieser Traum wirkt ziemlich heftig nach und ich frage mich, was es denn tatsächlich ist. Was verabschiede ich wirklich? Was von mir muss gehen? 

Der Tod in einem Traum steht nicht per se für den physischen, realen Tod, sondern vielmehr dafür, dass wir aufgefordert sind, etwas loszulassen. Etwas darf oder muss gehen und macht dafür Platz für etwas Neues, gibt Raum, und Transformation wird wieder möglich. 

Wer meinen letzten Blog gelesen hat weiss, wovon hier gleich die Rede ist. Denn ja, etwas in mir musste ich loslassen. Es ist die Energie meiner kleinen Schwester, die ich energetisch gehen lassen musste, damit ich wieder meinen eigenen Raum einnehmen konnte. 

Als Symbol dafür, habe ich ein grosses Bild mit einem Herzen darauf, das sie einst für mich gemalt hat, in kleine Stückchen zerschnitten, diese in ein Couvert gesteckt und schliesslich dem Feuer übergeben. 

Und damit ist tatsächlich ein Teil von mir gegangen, von dem ich mich nicht verabschieden konnte, so schnell ist alles gegangen. Viel zu früh und unerwartet.
Möge sie ihre Herzens-Energie wieder erlangen und fühlen.

DIE HAIFISCHE – eine Traumgeschichte

Die Haifische

Die Haifische
Der Traum…

Ich wohne auf einem Schiff mitten auf dem Ozean. Im Inneren des Bootes gibt es eine lange, breite Rutschbahn und an deren oberen Ende ein Türchen. Dahinter befindet sich ein Becken in welchem es zwei Haifische hat.

Wenn ich das Türchen aufmache, gelangen diese über die Rutschbahn direkt ins offene Meer. Dort können sie sich austoben und richtig schwimmen. Es sind wunderschöne, ganz spezielle Haifische. Auf der Seite haben sie einen schwarzweissen ovalen Fleck, ähnlich wie die Orcas. Einer ist etwas kleiner als der andere.

Wenn sie vom Herumschwimmen genug haben, gelangen sie durch ein Haientörchen wieder ins innere des Schiffes und somit direkt in ihr Becken. Wenn ich sie jeweils frei lasse, muss ich auf einen kleinen Absatz steigen, damit sie meine Füsse nicht packen können, wenn sie mit der Schnauze voran auf die Rutschbahn gelangen.

Einmal, als ich denke, dass beide Haifische drin in ihrem Becken sind, gehe ich selber ins Meer zum Schwimmen. Plötzlich realisiere ich, dass jene, die vorher rein ins Schiff sind, nicht die richtigen, sondern zwei kleinere Haifische sind, und die beiden Grossen noch immer frei im offenen Meer unterwegs sind . Ohhh Mist!

Und plötzlich finde ich auch unser Boot nicht mehr. Keine Ahnung in welche Richtung ich jetzt schwimmen soll und wo unser Boot ist. Kein gutes Gefühl!

… und die Übersetzung dazu

Ich wohne auf einem Schiff mitten auf dem Ozean.
Das Meer steht für die tiefe Gefühlswelt. Ich wohne also momentan sozusagen mitten im Zentrum meiner Gefühle und bin von ihnen umgeben soweit das Auge reicht. 

Im Inneren des Bootes gibt es eine lange, breite Rutschbahn und an deren oberen Ende ein Türchen. Dahinter befindet sich ein Becken in welchem es zwei Haifische hat.
Ich vermute, dass diese meine beiden Teenager symbolisieren.

Wenn ich das Türchen aufmache, gelangen sie über die Rutschbahn direkt ins offene Meer. Dort können sie sich austoben und richtig schwimmen.
Lasse ich meine Teenager so kontrolliert raus? Ich möchte, dass sie das machen können, was sei am liebsten tun, nämlich frei sein, raus gehen und machen was sie wollen.

Es sind wunderschöne, ganz spezielle Haifische. Auf der Seite haben sie einen schwarzweissen ovalen Fleck, ähnlich wie die Orcas.
Für eine Mutter ist die eigene Brut etwas ganz Spezielles. Sie erkennt jedes unter Milliarden anderen und findet ihres am allerschönsten. Das ist bestimmt nicht nur bei mir so, oder?

Einer ist etwas kleiner als der andere.
Ja, klar, einer meiner Teenager ist ja schliesslich auch etwas jünger. Bei mir sind es zwar drei im Ganzen, doch der Älteste ist bereits erwachsen und ist für sich selbst verantwortlich. Er kommt und geht wie es ihm beliebt.

Wenn sie vom Herumschwimmen genug haben, gelangen sie durch ein Haientörchen wieder ins innere des Schiffes und somit direkt in ihr Becken.
Meine Kinder haben ihr sicheres Zuhause und jedes sein Bettchen. Sie kommen freiwillig und gerne wieder nach Hause. Doch, kontrolliere ich sie zu sehr? Nehme ich ihnen zu viele Freiheiten? Enge ich sie ein?

Wenn ich sie jeweils frei lasse, muss ich auf einen kleinen Absatz steigen, damit sie meine Füsse nicht packen können, wenn sie mit der Schnauze voran auf die Rutschbahn gelangen.
Sozusagen immer vorsichtig, wenn ich ihn den kleinen Finger gebe, wollen sie die ganze Hand. Muss ich aufpassen wenn ich sie raus lasse? Haben sie eine freche Schnauze wenn ich ihnen zu nahe trete?

Einmal, als ich denke, dass beide Haifische drin in ihrem Becken sind, gehe ich selber ins Meer zum Schwimmen.
Auch ich bin öfter weg und erlaube mir, mein Leben zu leben und frei zu gestalten. Doch immer nur  dann, wenn ich sicher bin, dass meine Kinder gut versorgt sind. 

Plötzlich realisiere ich, dass jene, die vorher rein ins Schiff sind, nicht die richtigen, sondern zwei kleinere Haifische sind, und die beiden Grossen noch immer frei im offenen Meer unterwegs sind . Ohhh Mist!
Was mache ich wenn ich keine Ahnung habe wo sie sind? Es erschreckt mich und macht mir Angst. Was kann alles passieren wenn sie draussen sind? Wen oder was „bedrohen“ sie? Inwiefern werde auch ich involviert sein?

Und plötzlich finde ich auch unser Boot nicht mehr. Keine Ahnung in welche Richtung ich jetzt schwimmen soll und wo unser Boot ist. Kein gutes Gefühl!
Manchmal habe ich einfach keine Ahnung was ich in so einem Moment tun soll. Dann fühle ich mich orientierungslos und weiss nicht, was richtig und was falsch ist.  

Geht es dir auch manchmal so mit deinen Teenagern? Fühlst du dich auch manchmal einfach ausgeliefert? Musst du dich auch manchmal vor ihrer Schnauze in Acht nehmen? 🙂 Und doch – mit ihnen fühlen wir uns doch mitten im Ozean der Gefühle. Die in Liebe und Fürsorge überflutenden, und die mütterlich stolzen. Egal was für Runden sie drehen. Einsperren können und wolle wir sie schliesslich auch nicht. Sie sollen ihr schönes Leben in Freiheit und selbstbestimmt leben dürfen. Und wir auch. Oder?

MAM-i-CLOUD – eine Traumgeschichte

Mam-i-cloud

mam-i-cloud

Der Traum
Die Geschichte dazu

Eine Woche habe ich noch zum Leben und sage das meiner Familie. Am traurigsten von allen bin ich. Die Einen hören gar nicht richtig hin, nehmen es gar nicht richtig ernst. Anderen huscht sogar ein Lächeln über das Gesicht. Als wäre das eine Aussicht, endlich neue Freiheiten zu haben.
Braucht es dafür so einen Abgang ? Muss ich dafür real sterben? Mir wird es immer schwindliger. Hat es damit zu tun dass eine ernsthaft erkrankte Freundin gestern hier war? Auf jeden Fall sage ich meinen Kindern, dass ich nicht irgend ein Stern am Himmel sein werde, sondern ein Wölkchen. 

Das Mami Wölckchen. Mam-i-cloud. 

Sie würden mich immer alles fragen können und ich würde ihnen alles von oben zukommen lassen was immer sie brauchen, und ich weiss, sie werden an das glauben was sie erhalten, denn es kommt aus ihren Herzen. 

Macht es also gar nicht so viel aus, wenn ich nicht mehr da bin? Weil dann eben auch niemand mehr da ist, der alles kontrolliert? Kontrolliert ob die Haustüre zu ist, das Katzentörli abgesperrt, Futter nachgefüllt ist, die Kinder zu Hause sind, wo sie sind, was sie gerade tun, oder was jene machen, die hier sind. Ob sie fernsehen und was sie schauen. 

Niemanden interessiert das dann mehr, und jeder hätte seine absolute Freiheit. Wäre das nicht befreiend für alle? Auch für mich? Ich hätte mein Leben zurück und müsste dafür nicht sterben.

Übersetzt heisst das also, dass all das, was ich täglich mache eigentlich nichts anderes ist als Sisyphus Arbeit. Dass es überhaupt nichts und niemandem etwas bringt. Dass ich mich dabei schier umbringe und niemand etwas davon hat. Im Gegenteil. Tja, das wäre also meine Sisyphus Linie in der Hand. Alles klar. 

VERFOLGT – eine Traumgeschichte

Verfolgt

verfolgt

Der Traum
Die Geschichte dazu

Ich bin im Auto an der ……strasse. Ein Mann starrt in mein Auto als ich an einem Rotlicht warte.
Fühlst du dich angestarrt und bedroht? Beobachtet? Welche Situation in deinem Leben fällt dir spontan dazu ein?

Er öffnet die Türe hinter meinem Beifahrersitz und steigt in mein Auto und sagt, das sei ein Überfall.
Hast du aktuell das Gefühl, dass dir jemand zu nahe kommt in deine Leben? Deine Grenzen einfach so übergeht? Wie gut kannst du dich abgrenzen? Deinen eigenen Raum für dich wahren?

Allerdings rechnet er nicht damit, dass ich mich schnell umdrehe und ihn am Hals packe.
Es sieht so aus, als hättest du mehr Potential dich zu verteidigen als dir vielleicht bewusst ist. 

Ich öffne die andere Seitentüre und dränge ihn hinaus.

Gibt es etwas in dir, das du hinausdrängen möchtest? Das dich bedrängt? Etwas an dir, das du nicht bei dir haben möchtest?

Er liegt auf der Strassen am Boden. Ich nehme ihm die Schlüssel, die er in der Hand hält weg, stosse ihn auf der anderen Seite wieder auf das Trottoir und fahre dann los.
Was kannst du mit seinem Schlüssel jetzt öffnen? Wozu hat er/dieser Teil von dir, jetzt, ohne diese Schlüssel, keinen Zugang mehr? Hat er keinen Zugang mehr in deinen Raum? Kann er nicht mehr ungebeten eindringen? 

Am nächsten Rotlicht muss ich wieder warten. Ich habe Angst, dass der Mann mich verfolgt und mich bald einholen könnte. Darum fahre ich bei Rot über die Strasse.
Jetzt wo du endlich los bist was dich bedrängt und bedroht hat, hast du Angst, es könnte dich wieder einholen?

Es ist eine grosse Kreuzung mit vielen Autos und ich versuche, mich einzufädeln. Ich fahre heimwärts und befürchte, der Mann könnte meine Autonummer aufgeschrieben haben und mich bald zu Hause aufsuchen.
Läuft immer viel um dich herum? Viele Menschen? Versuchst du dich da einzufädeln? Fühlst du dich innerlich verfolgt? Gejagt von einer Eigenschaft, die dich stört, dich bedrängt?

Deine Seelenstimme will dir hier aufzeigen, dass du den Mut und die Stärke hast, selbstbestimmt deinen Weg zu gehen. Denn DU hast jetzt die Schlüssel in der Hand! 

MIST – eine Traumgeschichte

Mist

Der Traum
Die Geschichte dazu

Mist

Ich habe davon geträumt, öffentlich zu koten. Da erinnere ich mich lieber an gar nix. 

Ein kurzer Satz, jedoch mit ganz viel Inhalt. Eben kein Mist. Die Träumerin will also offensichtlich nicht, dass sie ihr „Geschäft“ in der Öffentlichkeit machen muss. Schliesslich macht das im Normalfall ja auch kein Mensch. Viel mehr ziehen wir uns diskret aufs stille Örtchen zurück. Da, wo uns möglichst niemand sieht, hört oder riecht. 

Unser Darminhalt will ausgeschieden werden sobald unser Körper nichts mehr damit anfangen kann. Ein natürlicher Prozess. Genau so ist es mit unseren psychischen Aspekten. Wenn sie uns nicht mehr weiterbringen, uns nicht nähren, nichts nützen und wir sie nicht loslassen, fängt es an zum Himmel zu stinken.

Die Botschaft im Traum macht sie darauf aufmerksam, dass es an der Zeit ist, endlich einen Punkt zu setzen, ein Statement zu machen und zwar öffentlich! Alles raus lassen, was raus muss, der ganze Mist der sich all die Zeit angesammelt hat und einfach keinen Platz und keinen Raum mehr hat in ihrem System und ihrer Psyche. 

Mein Vater ist vor vielen Jahren an genau so etwas gestorben. Sein Darm, der all das nicht mehr (er)tragen konnte, ist gerissen und perforiert. Alles was er Jahrzehnte lang zurückgehalten hat, ist schlussendlich in seinem Körper anstatt ausserhalb entleert worden. Das hat meinen Vater regelrecht innerlich vergiftet.

Also mach dein Ding, egal was andere denken oder sagen. Mach Mist, kompostiere es, und wachse daran. Das Lied „Chef“ von Bligg bringt es auf den Punkt. Wer ist der Chef von unserem Körper? Das Hirn? Das Herz? Nein, es ist das Arschloch! Denn wenn sich dieses verschliesst, sieht es wahrlich übel aus für den Rest. 

Einen Scheiss muss ich! Aber scheissen muss ich, (sorry) und wenns mal nicht klappt mit dem Entleeren und Entgiften gibts dafür das Cleansing von Ringana 🙂

EIN WIEDERSEHEN – eine Traumgeschichte

Ein Wiedersehen

Ein Wiedersehen

Der Traum
Die Geschichte dazu

Irgendwie kommt es mir wie im Halbschlaf vor. Doch ich höre klar, dass im Nebenzimmer jemand etwas rumhantiert. Ich setze mich auf und drehe meinen Kopf in diese Richtung. Es ist ein Mann. Er ist mit der Glühbirne der Deckenlampe beschäftigt. Kann mich nicht daran erinnern, jemanden her bestellt zu haben.

Langsam und neugierig gehe ich auf den Mann zu. Er ist etwa so gross wie ich, mit leicht ergrautem Haar. Als ich schon fast vor ihm stehe, dreht er sich langsam und vorsichtig zu mir um und lächelt mich an. Ein Moment steht die Zeit still, bis ich fassungslos erkenne, wer vor mir steht. Es ist mein geliebter Vater!

Er sieht so viel jünger aus als damals, als ich ihn zum letzten Mal gesehen habe. Schliesslich fallen wir uns um den Hals. Torkelnd und taumelnd vor glücklichster Freude über unser Wiedersehen liegen wir am Boden. Immer noch ungläubig streiche ich über sein Haar, sein Gesicht und  Tränen der Freude kullern über meine Wangen. 

Und schliesslich, als ich richtig wach bin, Tränen der Sehnsucht.

So sehr vermisse ich ihn. So lange habe ich ihn nicht mehr gesehen. Als er vor über 10 Jahren von dieser Welt gegangen ist, habe ich seine Seele im Stillen gebeten, sich mir bitte nicht zu zeigen, weil ich Angst hatte. Er hat sich all die Jahre daran gehalten. 

Kürzlich jedoch habe ich meinen „Kanal“, den ich für eine sehr lange Zeit bewusst verschlossen hatte, wieder etwas durchlässiger gemacht. In der Zwischenzeit habe ich Einiges gelernt über die Feinstoffliche Welt und es macht mir keine Angst mehr, mich mit den verschiedenen Energien die mich umgeben auseinanderzusetzen. 

Dieser Blick, als er sich im Traum zu mir umdreht, als wollte er mich fragen, ob ich jetzt tatsächlich für ein Wiedersehen dieser Art bereit bin. Dieser Traum, wie luzide er auch gewesen sein mag, hat mich zutiefst berührt. Es hat sich angefühlt, als wäre es real, als wäre er wirklich da. Eigentlich ist er immer da, ich nehme diese Präsenz oft wahr. 

Dieses wahrhaftige Sehen mit meinen Augen, das Spüren mit meinen Händen, diese innige Umarmung, diese umwerfende Freude über das lang ersehnte, hoffnungslose Wiedersehen hat mich demütig, unendlich dankbar und still werden lassen. Es wird mich bis zum Ende meiner Tage hier auf Erden begleiten.