WACHSTUMSPOTENTIAL – eine Handgeschichte

Wachstumspotential

Wachstumspotential

Kennst du dein Wachstumspotential? Oder eher nur die dunkle, ungemütliche Schattenseite? Wie gehst du mir ihr um? Macht sie dir Angst? Weichst du ihr aus? Ignorierst du sie? Oder nutzt du das grosse Wachstumspotential, das sich darin verbirgt? Denn im Schatten können wir auch Kraft sammeln, auftanken, uns erholen und wieder regenerieren. 

Wir tragen beides in uns, das Dunkle genauso wie das Helle. Schatten und Licht sind wie zwei sich ergänzende Gegenpole. Es ist wie Tag und Nacht, Ebbe und Flut, Sommer und Winter, schlafen und wach sein, Frau und Mann, Süden und Norden, schwarz und weiss, grün und rot, ja und nein, plus und minus. Die Liste könnte endlos weitergespannt werden.

Was jedoch auf den ersten Blick als Gegensatz erscheint, erweist sich schliesslich als ausgleichende Kraft. Das paradoxe Prinzip – wie wir es in der Handanalyse nennen. Wir können es als unseren Feind betrachten, dagegen ankämpfen, es ausschliessen, oder uns in es hinein geben und dadurch erst in unsere innere Balance und Energie kommen. 

Die Schattenseite in uns zeigt sich auch in unseren Fingerabdrücken, da nämlich als unsere Lebenslektion. Jeder einzelne von uns ist herausgefordert, genau da hin zu schauen. Dort Licht hinein zu bringen wo es noch dunkel ist, wo noch Unklarheit herrscht, wo wir uns noch nicht trauen, um dann daran zu wachsen. 

So wie es auch die Pflanze macht, wenn sie im Herbst all ihre Energien in die Zwiebel zurückzieht, im dunklen Erdinneren ruht und wartet, um im Jahr darauf dann wieder voller Saft und Kraft hinaus ins Licht zu wachsen. Nämlich ins Helle, Fröhliche, Lichtbringende. Ein immer währender Zyklus mit enormem Wachstumspotential!

Sehr oft verstecken wir uns aber auch im Schatten – weil es manchmal auch bequem ist. Den Weg des geringsten Widerstandes gehen. Es kümmert sich dann ja jemand anders um uns, oder um diese eine Sache. Wir geben unserer Verantwortung ab. Und warum? Weil wir uns vor unserem eigenen Licht fürchten!

Willst du dein Wachstumspotential mal aus einer anderen Perspektive betrachten? Dann komm zu mir in eine Handanalyse.

MUTTER – eine Lebensgeschichte

Mutter – eine Lebensgeschichte

Mutter

Ich bin „made in England“, ein letzter, verzweifelter Hoffnungsakt meiner Mutter, das Herz meines Vaters zu erobern – ein verheirateter Mann, ein Reisender, ein Gipsy …. sie hatte keine Chance. So wurde ich denn in meinen ersten Jahren von Familie zu Familie gereicht.

Als meine Mutter heiratete und mich zurückholte, habe ich aufgehört zu sprechen und angefangen nach DER Wahrheit zu suchen. Wer ist mein Vater? Wer ist meine Mutter? Was stimmt wirklich? Lachen durfte ich nicht, das erinnerte meine Mutter an meinen Erzeuger. Ich bin so glücklich, dass ich ihn nach vielen Jahren endlich kennenlernen, von Seele zu Seele sehen durfte. Heute bin ich auch sehr dankbar, zwei Väter gehabt zu haben. Mögen sie in Frieden ruhen. 

Meine Kinderseele…

…ist oft aus meinem Körper geflüchtet. So habe ich diese andere Welt kennengelernt, die unsichtbare Welt – und dabei die Medialität entdeckt. Ich liebe den  mystischen Osten, seine Farben und Lichter, die Düfte und Geschmäcker von 1001 Nacht.

Das Reisen ist meine Leidenschaft. Anderen Menschen und Kulturen zu begegnen und dem Sound ihrer Sprachen zu lauschen. Die 10 Jahre in den Lüften dieser Himmel, die Arbeit in einem Kibbutz im heiligen Land, mein Jahr auf der Trauminsel, meine Soloreise durch China und Indien als 20 Jährige – alles verwirklichte Träume, die für immer tief verankert in meinem Herzen und in meiner Erinnerung bleiben werden. 

Die Tiefen der Ozeane haben es mir angetan. Die Delfine und  Meeresschildkröten, die stille Schwerelosigkeit beim Abtauchen in diese eine, andere Welt. Meine Lieblingsfarbe ist Türkis, es berührt meine Seele und heilt all meine Wunden – ich habe noch immer diese Steine dieser alten, zahnlosen Frau aus Nepal. 

Ich liebe mein Leben, meine Kinder, mein Mutter sein, Frau sein, Freundin sein, meine Arbeit als Handleserin und Networkerin. Und ich bin unendlich dankbar am Leben zu sein, gesund zu sein, wahrnehmen, sehen, hören, fühlen und lieben zu dürfen und Menschen um mich zu haben wie DICH. 

MUSTER – eine Handgeschichte

Muster

Muster

Ein Muster ist nicht nur etwas, das sich wiederholt, sich fortlaufend von Neuem zeigt wie zum Beispiel im Verhalten von Menschen, in der Natur, in Stoffen oder Bildern. Manchmal ist es auch einfach eine Spur, eine Zeichnung, die hinterlassen wird. Etwas ganz Einzigartiges, Individuelles, das es so in dieser Form nur einmal gibt. Etwas, das uns erlaubt, das Eine vom Anderen zu unterscheiden.

In der Handanalyse werde ich oft gefragt, was denn in der Zukunft noch alles passiere, wann sie ihren Traummann treffen, oder wie viele Kinder sie einmal haben werde. Da muss ich sie dann jeweils enttäuschen, denn genau das kann ich eben nicht in den Händen sehen. Es sind die individuellen Muster, gewisse Verhaltensweisen und Charaktereigenschaften, auf denen meine Aussagen beruhen. 

Was ich sagen kann ist, dass wenn jemand so weiter macht wie bis dato, sich im selben Muster bewegt und sich nicht verändert, man annehmen kann, dass eventuell Dies oder Jenes so oder anders geschehen könnte. Doch zum Glück verändert sich der Mensch im Verlaufe der Zeit, und auf Grund dessen auch die Linien in seiner Hand.

Die Hauptarbeit während meinem Volontär-Einsatz diesen Winter war, die Fotos, die wir von den gesichteten Schildkröten gemacht hatten, mit bereits bestehenden Bildern in der Datenbank zu vergleichen, um somit eine bereits eingelesene von einer Neusichtung zu unterscheiden. Der wichtigste Anhaltspunkt dafür war das Muster, also die Zeichnung im Gesicht der Schildkröte.

Es hat mich stark an die Muster in Händen und Fingerabdrücken erinnert. Was ich dann natürlich auch unserem Forschungsteam erzählte. Der Projektleiter wollte als Erster wissen, was für ein Muster er in seinen Händen habe. Zum Glück habe ich immer meine Lupe dabei, um mir solche Begegnungen nicht entgehen zu lassen, denn ich staune immer wieder, wie exakt die Sprache der Hände ist. 

Natürlich hätte er jetzt sagen können, dass ich ja gewusst habe, was er hier macht. Doch ich konnte ihm genau erklären, worauf meine Aussage beruht. Nämlich, dass er ein innovativ führender Pionier und Mentor im Dienste der Gemeinschaft sei, spezialisiert im Wissen um die Natur. Da war er schon sehr beeindruckt und auch sichtlich berührt. 

NOTLANDUNG – eine Traumgeschichte

Notlandung

Notlandung

Der Traum
… und die Übersetzung dazu

Im Traum bin ich wieder wie damals, im Flugzeug am Arbeiten. Allerdings merke ich, dass ich nicht mehr so versiert bin in den Abläufen vom Bordservice. Daher gehe ich oft einfach hin und her und schaue, ob alles ist im Falle einer Notlandung.
Was verunsichert mich grade momentan in meinem Alltag? Wo habe ich den Faden verloren in meinem Tagesablauf? Was soll ich jetzt als Nächstes tun? Seit dem Ausbruch des Virus ist nichts mehr wie es einmal war. 

Meine Brille fällt mir runter, kann sie jedoch nicht mehr finden. Da ich nicht gut sehe ohne, versuche ich Linsen einzulegen, doch die sind grösser als mein Auge und passen nicht rein.
Was kann oder will ich grad zur Zeit nicht sehen? Nicht erkennen? Ewig werde ich nicht wegschauen können. 

Dann fragt ein Passagier nach Milch für in seine Flasche und ich gebe ihm Wasser stattdessen.
Ich will weder selber Milch trinken, noch bin ich bereit für Andere welche zu besorgen! Ich bin doch keine Kuh! Und du auch nicht! Klarheit ist gefragt, darum gibt es Wasser! Gopf! Warum haben das noch nicht alle begriffen??

Es ist ein riesiger Flieger, ähnlich wie ein A380. Meine Duty ist ganz vorne, direkt beim Cockpit. Dort schläft ein Passagier in einem riesigen Bett und seine Füsse lugen unter der Daunendecke hervor.
Ich bin an der Front und kann doch nicht wirklich lenken. Schlafe ich selber noch?! 

Wir machen einen Zwischenstopp. Ich laufe einen Weg hinauf und müsste über eine ganz schmale Passage springen. Das schaffe ich nicht, denke ich und will umkehren Richtung Flugzeug. Doch dann nehme ich meinen ganzen Mut zusammen, auch wenn ich spüre, dass ich da niemals hinüber komme, ich versuche es!
Ja, es wird eng. Doch ich will alles versuchen, auch wenn es unerreichbar zu sein scheint! Es gibt immer einen Weg!

Ich nehme einen riesigen Satz, doch kurz vor dem Ziel rutsche ich ab. Doch mit extrem schnell laufen habe es ganz knapp geschafft, auf die andere Seite zu gelangen.
Siehst du? Wenn du wirklich, wirklich willst und es auch versuchst, dann kannst du es schaffen!

Im selben Moment läuft eine Familie oben durch und ihr kleines Mädchen rutscht ab. Ich kann sie grad noch halten.
Ich habe sogar im Moment so viel Vertrauen in meine innere Kraft, dass ich auch Andere auffangen kann. Trotz allem was im Moment grad abgeht.

Zurück im Flugzeug, vorne beim Cockpit sehe ich, dass wir extrem nah über dem Wasser sind! Bevor meine Frage nach dem Warum beantwortet wird, machen wir ein Notlandung.
Warum passiert das grad? Warum geht uns das so ans Lebendige? Droht jetzt alles abzustürzen? Nein, es wird eine einigermassen glimpfliche Landung geben, wenn auch nicht wie geplant.

Es ist zum Glück nichts passiert und wir biegen irgendwo in einen Seitenkanal ein. Teile des Flugzeuges haben sich voneinander abgelöst und sich in verschiede Kapseln aufgespalten.
Es muss nicht alles auf Mal gelöst werden, aufteilen und das Eine vom Anderen trennen macht mehr Sinn. Step by step weitermachen.

Wir navigieren entlang des engen Kanals, wie in einem Labyrinth. Da kommen wir unmöglich hindurch , denke ich, doch es passt wie angegossen.
Auch wenn es scheint, als befänden wir uns in einer Sackgasse, kommen wir doch  irgendwie durch. Ich spüre Zuversicht. 

Wir sind angekommen, die Kapsel öffnet sich. Wer will, kann aussteigen. Soll ich jetzt aussteigen oder lieber drin bleiben und warten, bis die Kapseln sich wieder vereinen und als Ganzes zurückfliegen?
Jetzt ist es erst recht wichtig, Geduld zu haben und zu warten, bis sich alles wieder fügt. Sich zusammentun und vereinen ist jetzt gefragt. 

Der Mann im grossen Doppelbett hinter dem Cockpit schläft immer noch tief und fest. Ich wecke ich auf.
Es ist jetzt an der Zeit aufzuwachen und den Tatsachen in die Augen zu schauen! 

Ein Crewmitglied von der zweiten Kapsel, setzt sich nun vor diese hin, schnallt sich an und macht sich bereit, jetzt als Nächstes durch das Labyrinth zu manövrieren.
Wir befinden uns tatsächlich mitten in einer Notsituation und manövrieren durch ein Labyrinth! Schnallen wir uns an, es wird eng, doch wir kommen durch! 

EIGENARTIG – eine Handgeschichte

Eigenartig

eigenartig

Ist es nicht eigenartig, was für ein Bild wir manchmal von uns selber haben? Dauernd wollen wir uns in ein anderes, vermeintlich besseres Licht rücken. Wir fokussieren auf die Menschen um uns herum, gleichen uns an, wollen so sein wie sie. So schön, so gross, so erfolgreich, so reich, so schlank, so sportlich, so humorvoll…. Die Liste könnte unendlich fortgesetzt werden. 

In der Handanalyse steht der Ringfinger für die Eigenschaften von Apollo, dem Gott der Sonne. Er zeigt uns, dass es ganz leicht und einfach, ja das Natürlichste überhaupt ist, zu strahlen, das eigene Licht in die Welt zu tragen, zu sein wie man ist, eigen in seiner Art. Eigenartig eben. Jeder Mensch ein Unikat, ein Individuum. 

Wenn also Apollo in deiner Hand eine Rolle spielt, dann geht es jetzt darum, aus dem Schatten hinauszutreten und den Mut zu haben, dich so zu zeigen wie du bist. Dich von der Masse abzuheben, deinen eigenen Style zu finden und Freude zu haben daran, anders zu sein. Zu dir und dem was dich ausmacht voll und ganz stehen. 

Ganz egal was andere denken oder sagen. Kritiker wird es immer geben. Dein Umgang damit macht den entscheidenden Unterschied. Es ist dieses eigenartig sein, das das Leben bunt und spannend macht. Die Diversität. Genau dadurch können wir uns optimal gegenseitig unterstützen, ergänzen und in unserer eigenen Art wertschätzen. Keiner kann alles alleine.

Kennst du deine Einzigartigkeit? Was macht dich aus? Womit bereicherst du die Welt? Was ist dein ganz spezielles Erkennungszeichen? Wie hebst du dich ab? Was kannst du wirklich gut? Das zu erkennen und zu leben ist wahre Kunst und ein Künstler zu sein heisst, etwas Verborgenes ans Licht zu bringen und im Aussen zu zeigen. 

Sei also mutig und eigenartig. Zeig dich und sei ein Lebenskünstler! Die Welt braucht dein Licht!

GEBEN UND ANNEHMEN – eine Lebensgeschichte

Geben und Annehmen

Geben und Annehmen

Kürzlich in einer kleinen Shoppingmall in einem Nachbarsland ist mir ein junger, fremdländisch aussehender Mann aufgefallen. Als hätte er bemerkt, dass ich ihn beobachte, wie er lässig in einen übergrossen Buchstaben gekrümelt in sein Handy vertieft ist, schaut er auf und strahlt mich an. Er hat mich das Geben und Annehmen neu gelehrt. 

Völlig locker fragt er mich nach 20 Euro. Ohne mit der Wimper zu zucken greife ich in meine Tasche, hole einen Schein raus und gebe es ihm, einfach so, weil es sich in dem Moment richtig anfühlt. Weil ich es habe und er anscheinend grad nicht. Weil die pure Geste des Gebens mir Freude macht, weil ich so auch ihm eine Freude machen kann. 

Er versichert mir, dass er mir das Geld zurückgeben werde. Ohne Erwartung dieses jemals wiederzusehen, tauschen wir unsere Nummern aus. Tage später meldet er sich  bei mir und wie er so nach meinen Bankdaten fragt kommt erste Skepsis auf. Ich soll die Karte fotografieren und ihm schicken. Doch ich vertraue ihm und tatsächlich, er überweist mir das Geld.

Nur weil ich seinen Stolz nicht verletzen möchte nehme ich das Geld von ihm an, nicht weil ich es annehmen möchte. Für mich ist Geben ist so viel einfacher als Annehmen. Doch das Annehmen ist eben auch eine Form des Gebens. Indem ich so meinem Gegenüber ermögliche, mir auch eine Freude zu machen. 

Schliesslich sind wir in Kontakt und er erzählt mir ein bisschen von seiner Geschichte. Von seiner tagelangen Flucht, was mit seiner Familie passiert ist und von seiner Freundin. Wie er jetzt an der Grenze arbeitet, freiwillig und ohne Bezahlung, weil er Menschen in Not helfen will. Das ist seine Form des Gebens. 

Was für unglaubliche Welten da für mich aufgegangen sind durch diese einfache Geste des Gebens und wieder Annehmens. 

MEINE WERTE – eine Handgeschichte

Meine Werte

Es gibt Situationen im Leben, da sind wir herausgefordert, ganz bei uns zu bleiben, in uns hinein zu spüren, hinein zu hören und uns zu fragen; was genau sind meine ganz persönlichen Werte? Was ist mir wichtig? Wo gehe ich Kompromisse ein und warum? Was will ich und was nicht (mehr)? Und wie kommuniziere ich das? 

Ohne Andere zu verletzen oder zu brüskieren ist es essentiell, dass wir uns selbst treu bleiben. Oft jedoch hindern wir uns da selbst am meisten. Unsere inneren, kleinen Drachen, unsere Lebenslektionen, prüfen unsere Standhaftigkeit, unsere Fortschritte im Lernen. Meine Werte sind klar – ich ernähre mich vegan, den Tieren, der Umwelt und meiner Gesundheit zu liebe.

Die Einladung also, die da in mein Postfach flattert, bringt mich ins Straucheln. In einem Steakhouse?! Auch wenn ich da kein Fleisch bestelle – es wäre, wie in einem Schlachthof zu stehen, zuzusehen und stumm hinzunehmen. Das fühlt sich alles Andere als gut und richtig an und entspricht definitiv nicht meinen Werten.

„Ich will doch dazugehören, sag einfach nichts und schweige. Du findest schon was Fleischloses zum Essen.“  So melden sich da meine Lebenslektionen der Zugehörigkeit und des Verstummens in mir. Das ruft postwendend meinen Lebenszweck des linken Saturns aufs Palett und ein hitziges Gefecht entflammt. 

Saturn will Gerechtigkeit und Integrität. Er nimmt das Verstummen an die Hand, macht ihm Mut, es trotzdem zu sagen und tröstet die Zugehörigkeit – keine Angst, ich bin bei dir! Meine Teilpersönlichkeiten formen ein Team und kommunizieren gemeinsam, respektvoll und klar: „Nein, wir kommen nicht mit ins Steakhouse. Das ist nicht kompatibel mit dem Empfehlen von veganen Produkten, mit dem wir einen Teil unseres Geldes verdienen.“

Und weisst du was? Es wurde für über 50 Leute eine neue Location gesucht und gefunden, im Respekt für das, wofür wir uns strak machen. Ist das nicht grandios?

DEIN WAHRES GESICHT – eine Traumgeschichte

Dein wahres Gesicht

Der Traum

Ich bin in einem Gebäude mit ein paar Anderen und wir wollen in diese „Boutique“. Ich brauche doch noch eine Bluse, denke ich. Eine ganz steile Wendeltreppe führt dort hinab. Doch da unten sind alle irgendwie am Tränen vergiessen und haben eine enormen Druck auf der Brust. Es gibt welche, die einem diesen Druck machen, also extra noch auf die Brust drücken. Dieser Druck, drückt die Tränen raus. Eine dunkelhäutige, junge Frau hebt wie ihr Gesicht weg. Es sieht aus wie eine Maske von so einer Puppe bei den Samaritern. So eine dicke, wie richtige Haut aussehende Plastikmaske. Sie hat sie kurz angehoben, um sie ein wenig zu ajustieren. 

Beim wieder Hinaufsteigen der Wendeltreppe wartete oben unser Lehrer und fragt, warum wir denn immer wieder da runter gehen, wenn es doch so weh tut? Ich kann kaum warten bis ich ihm meine Antwort geben kann: „Wir haben solange Druck und Schmerzen, solange wir nicht unser wahres Gesicht zeigen“.

Wir tun es immer wieder, auch wenn es schmerzt. Allen sind die Tränen nur so runtergekullert und doch wollen wir alle immer und immer wieder diese Wendeltreppe hinunter gehen. Es zieht uns magisch dort hin. Es geht gar nicht um die Bluse, es sind andere Dinge dort unten, die uns anziehen, nicht Blusen. 

… und die Übersetzung dazu 

Was brauchst du wirklich? Wann hast du dich das zum letzten Mal ernsthaft gefragt? Dies scheint mir die wichtigste Frage zu sein, die dieser Traum aufwirft. 

Das Gebäude steht für deinen Körper und die steile Wendeltreppe führt dich direkt in dein Innerstes. Es scheint Druck auf dir zu lasten, der dich traurig macht. Es ist wortwörtlich bedrückend da unten in deinem Unterbewusstsein, und doch willst du genau da hin, weil eben genau da das ist was du suchst, das, was du „brauchst“.

Da ist auch der Ort, wo es möglich ist, dein wahres Gesicht zu zeigen. Zu sehen, wer oder was dich so bedrückt, was dich so traurig macht. Deine aufgesetzte Maske trägt bestimmt einen grossen Anteil daran. 

Im Traum bist du Beobachterin, wie die andere Frau ihre Maske justiert und wirst so selber an deine eigene erinnert. Vielleicht ist es an der Zeit, sie ganz abzunehmen und dein wahres Gesicht zu zeigen? Es ist nämlich wunderschön!

LIEBE – eine Handgeschichte

Liebe

Liebe

Für die Schule der Liebe braucht es mindestens 6 sogenannte Schlaufen. Eine der 4 Grundglyphen in den Fingerabdrücken. Diese zeigen dann in der Hand des Eigners dessen Grundenergie. Ja, ich weiss, es wäre schön wenn es bei allen Menschen die Liebe wäre. Aber eben. Liebe offen gelebt will erst einmal gelernt werden. 

Manch eine Person hat nämlich eher die Tendenz sich zurückzuziehen, aus Angst verletzt zu werden, auch einfach um sich zu schützen. Meist mit gutem Grund. So fein gestrickt sind diese Seelen. Liebevoll, sensitiv, tiefgründig, sozial und einfühlsam. Einige auch mal angepasst und passiv, mit wenig Eigeninitiative, oder gar mal manipulativ und über die Tränendrüse agierend.

So war ein Kunde letzthin sehr berührt davon zu wissen, dass die Energie der Liebe ihn von je her begleitet und er sich von dieser Welle tragen lassen darf, mit offenem Herzen und im Vertrauen auf sein Gefühl. Wer seine Hände von aussen betrachtet und ihn nicht wirklich kennt, würde staunen, wie feinfühlig er im Innersten ist.

Denn  in der Hand zeigt sich sein Charakter stark, mutig und voller Energie und Tatendrang. Immer Lust auf Action, Bewegung und Abwechslung. Das komplette Gegenteil von seiner Innenwelt, die mehr auf Harmonie und zwischenmenschlicher Beziehungen basiert. Ein delikates Dilemma, wie wir es in der Sprache der Handanalyse nennen. 

Seine Aufgabe in diesem Leben ist es, diese beiden Energien in sich zu vereinen und beides zuzulassen. Mutig und mit offenem Herzen durchs Leben zu gehen, Menschen begegnen, sich einlassen und jedem seine wohlverdiente Chance geben. Mensch sein mit Höhen und Tiefen und Gefühle in allen Farbschattierungen zulassen.

Unterwegs sein. Fliessen. Sein. Die Liebe leben in steter Verbindung mit sich selbst. Das Herzenhören zelebrieren. Fragen: „Herz, was brauchst du jetzt?“ Berührung, Beziehung, Begegnung, Selbstliebe, Akzeptanz, Annahme und Getragensein. Das Leben ist ein Abenteuer und das Herz das wärmende Feuer der Liebe, des Lebens und der Freude. 

AUFTANKEN – eine Lebensgeschichte

Auftanken

Auf nach Arosa. Doch kaum im Auto bemerke ich, dass mein Tank leer ist. Also nichts wie los zum Auftanken. Fast schon blinde Routine. Bezahlen, Kolben rein, volltanken und weiter gehts. Doch oha, meine Tankanzeige leuchtet immer noch auf. Hää? Was soll das denn? Bestimmt ist da einfach das Lämpchen kaputt. 

So fahre ich also weiter und treffe ein paar hundert Meter weiter vorne per Zufall meinen Partner, der mit dem Bike unterwegs ist. Ich kurble das Fenster runter, erzähle ihm, was da grad abgeht und auch er meint, dass da sicher nur das Kontrolllämpchen defekt sei. Also ab Richtung Chur. Mein Gefühl im Bauch ist allerdings nicht so überzeugt von der Lämpchengeschichte. 

In Chur an der Tankstelle halte ich wieder an und frage, ob jemand da ist, der weiss wo in meinem Auto ein Sensor sei und ob der allenfalls einfach wieder aktiviert werden könne. Doch es war niemand so da. Also fahre ich tatsächlich einfach weiter, die kurvige Strasse hoch durchs enge Tal, bis schliesslich, wer hätte das gedacht, in den letzten Kurven urplötzlich aus die Maus ist. 

Erst schraubt der Motor runter auf 50% Leistung, ein paar Meter weiter auf 20, 10 dann 0. Hab wie verrückt das Gaspedal gepumpt und es grad noch geschafft, den Wagen an den Strassenrand zu fahren. 5 vor 12. Wortwörtlich. Und jetzt? Mama wartet auf mich am Mittagstisch. Also Daumen raus und rein ins nächste Auto, das  mich just noch pünktlich ins Alterszentrum bringt. 

Nach dem Essen muss ich dafür sorgen, dass mein Auto endlich richtig aufgetankt wird, damit ich wieder heim komme. Das ist mir alles recht eingefahren, weil es mit uns doch genau gleich läuft. Wir haben das Gefühl vollgetankt zu sein, schauen über alle Warnlampen hinweg, schieben alles zur Seite, sogar unsere Intuition, die sagt; ich hab kein gutes Gefühle. 

Und dennoch machen wir weiter, bis wir irgendwann hängen, nichts mehr geht und wir die allerletzte Kurve knapp noch kratzen bevor wir stehenbleiben. Wollen wir es wirklich soweit kommen lassen? Unsere Energie ausbeuten, über alle Grenzen hinwegsehen? Nichts tun? Alle Warnlämpchen ignorieren? Nein! Das ist definitiv NICHT der richtige Weg.