Alle Beiträge von Barbara Vassalli

Hilfe! – eine Lebensgeschichte

Hilfe!

Hilfe

Noch selten hätte ich Hilfe mehr gebrauchen können, als vor ein paar Tagen. Wenn du plötzlich auf dem regennassem Boden wieder zu dir kommst und dir einfach nur noch Unterstützung wünschst. Stattdessen jedoch in leere Augen blickst, die desinteressiert hinter den Scheiben des Fahrzeuges auf dem Parkplatz neben dir hervorlugen, dann passiert ganz tief drinnen etwas unglaublich Seltsames. 

Nicht nur der Inhalt meines Magens kommt schier hoch, auch ein stilles, ungläubiges Staunen und viele Fragen stürmen wild meine Gedankenzentrale. Hat dieser Mann mich tatsächlich nicht gesehen? Kann das wirklich möglich sein? Und was ist mit der Frau neben dem WC-Häuschen, die mit ihrer kleinen Tochter dort wartet bis es endlich frei wird?

Schmerzhaft schiesst die Erkenntnis durch all meine Zellen, als wäre diese kleine Armee nicht schon genug beschäftigt damit, die Fremdkörper in meinem Darm irgendwie wieder loszuwerden. Tatsächlich haben diese zwei Menschen einfach nur tatenlos zugeschaut, wie ich vor meiner Wagentüre ohnmächtig zusammenbreche, ohne mir ihre Hilfe anzubieten.  Sag ist das denn normal?! Oder  legal?  

Das kann doch gar nicht wahr sein. So etwas tun Menschen einfach nicht! Verzweiflung macht sich breit. Ich selbst, mit meiner – handanalytisch-technisch gesehen – Schule des Dienens wäre in Windeseile zur Stelle, wenn es jemandem offensichtlich so ans Eingemachte ginge und Hilfe anbieten so offensichtlich ist.  

Wie können Menschen so ignorant sein? Warum scheint es so viel einfacher zu sein,  wegzuschauen und so zu tun als sei alles gut und nichts passiert? Warum lassen diese Leute mich einfach im Regen liegen? Alles nur ein schlechter Witz des Universums? Oder ein Wink des Schicksals, der mir zeigt wohin es führt, wenn ich nicht endlich lerne Hilfe anzunehmen?  

Nachdem die sintflutartigen Wasserstürze, nicht nur die vom Himmel, langsam versiegt und sich meine Verdauung wieder eingependelt hat, fahre ich vorsichtig, nachdenklich und im Herzen sehr fragil wieder weiter.

Die Lichtbringende – eine Handgeschichte

Die Lichtbringende

Wenn es um gute Ideen geht, muss man eigentlich gar nicht lange überlegen, sondern einfach loslassen, geschehen lassen, Geduld haben und warten was dabei raus kommt. Gestern hatte ich eine Frau bei mir, die die beiden Elemente Luft und Feuer in ihrer Handform hatte. Der Archetyp – Die Lichtbringende.

Das Feuer steht unter anderem für Aktivität, Bewegung, Kreativität, Abwechslung, Charisma und Individualität.  Die Luft hingegen zeigt mentale Stärke, waches Interesse, Aufmerksamkeit, Beobachtungsgabe, analysieren und Antworten finden. Feuer kann jedoch auch eskalieren, ausrasten, und fordernd sein, und Luft manchmal kalt, distanziert und unnahbar.

Wenn diese beiden Elemente sich positiv ergänzen, dann haben wir eine glänzende Mischung. Die Lichtbringende nutzt ihre Aktivität, Bewegung und Kreativität im Kopf, also in den Gedanken, im Geist, und es entsteht ein wildes Pottbury an heissen Ideen und Inputs. Gedankenblitze und Impulse schissen durch den Kopf in Lichtgeschwindigkeit.

Kennst du die Kindergeschichte von Wicky und den starken Männern? Er durfte jeweils mit seinem Vater und dessen Besatzung mit dem grossen Ruderschiff aufs Meer hinaus fahren. Auf diesen Ausflügen gab es allerdings jedes Mal mindestens eine brenzlige Situation und es musste sofort eine Lösung her, bevor der böse Hägar, der Feind, schneller war.

Hilfesuchend rannten sie dann jeweils alle zu Wicky, sogar sein Vater, und flehten und baten ihn um Rat. Der kleine Junge rieb sich mit dem Zeigefinger ein paar mal unter der Nase, überlegte kurz und hatte dann eine blendende Idee! Egal wie knifflig und vertrackt die Situation zu sein schien, Wicky hatte immer den rettenden Geistesblitz. 

Je nach weiteren Zeichen in der Hand, ist die Lichtbringende entweder reine, äussere, kreative Ideenbringerin in Alltagssituation, oder sie lässt ihr Licht tiefer scheinen und erhellt so mit ihren Ratschlägen und Impulsen die innere Welt eines Menschen, damit dieser eben innerlich weiterwachsen und weiterkommen kann auf seinem Weg. 

Hast du auch Feuer und Luft in deiner Hand? Wenn ja, welcher Typ bist du?
Willst du es herausfinden? Hier ist mein Angebot.

DER TOD – eine Traumgeschichte

Der Tod

der Tod

Der Traum…
… und die Übersetzung dazu

Plötzlich steht da eine alte Kutsche neben mir, so wie ich sie aus meiner Kindheit kenne. Der Gevatter Tod lugt heraus und ich sehe den offenen Sarg darin stehen. Er bittet mich einzusteigen und ich bin kurz davor. Doch halt! Im letzten Moment habe ich noch den Impuls; Nein, nein, warte! Ich möchte doch erst noch eine sms schreiben! Ich muss mich doch noch abmelden! Habe mir dann so überlegt, wem ich denn alles noch tschüss sagen möchte. Ja, und dass ich auch gar kein Bock habe, schon zu gehen! Es ist doch noch viel zu früh! Und was ist mit meinen Kindern?! Ich will mich doch erst von meinen Kindern verabschieden! Wo sind sie denn?  

Dieser Traum wirkt ziemlich heftig nach und ich frage mich, was es denn tatsächlich ist. Was verabschiede ich wirklich? Was von mir muss gehen? 

Der Tod in einem Traum steht nicht per se für den physischen, realen Tod, sondern vielmehr dafür, dass wir aufgefordert sind, etwas loszulassen. Etwas darf oder muss gehen und macht dafür Platz für etwas Neues, gibt Raum, und Transformation wird wieder möglich. 

Wer meinen letzten Blog gelesen hat weiss, wovon hier gleich die Rede ist. Denn ja, etwas in mir musste ich loslassen. Es ist die Energie meiner kleinen Schwester, die ich energetisch gehen lassen musste, damit ich wieder meinen eigenen Raum einnehmen konnte. 

Als Symbol dafür, habe ich ein grosses Bild mit einem Herzen darauf, das sie einst für mich gemalt hat, in kleine Stückchen zerschnitten, diese in ein Couvert gesteckt und schliesslich dem Feuer übergeben. 

Und damit ist tatsächlich ein Teil von mir gegangen, von dem ich mich nicht verabschieden konnte, so schnell ist alles gegangen. Viel zu früh und unerwartet.
Möge sie ihre Herzens-Energie wieder erlangen und fühlen.

VERANTWORTUNG – eine Handgeschichte

Verantwortung

Verantwortung

Ein Thema, das sich in der Handanalyse unter anderem auf dem rechten Mittelfinger, dem Saturn zeigt, wenn der entsprechende Fingerabdruck den tiefsten Wert hat und somit die Lebenslektion definiert. Es geht dabei um Verantwortung, auch im Umgang mit Geld, Gesetzen, Verträgen, und darum, Abmachungen und Versprechen einzuhalten.

In meiner Herkunftsfamilie haben ich, meine Mutter und ihre andere, jüngere Tochter alle drei die Lektion auf dem rechten Saturnfinger. In meiner eigenen Familie haben wir diese Lektion alle fünf! Wie oft ich mit den Gesetzeshütern in Konflikt komme, mag ich da gar nicht aufzählen…..

Mit etwa 2 Jahren

wurde ich aus einer meiner vielen, immer wieder wechselnden Pflegefamilien herausgerissen. Meine Mutter musste nicht mehr arbeiten, da sie endlich einen Mann gefunden hatte, den sie heiraten, und mit dem sie eine Familie gründen wollte. Somit konnte sie mich wieder zu sich nehmen. 

Eine Adoption seitens meines „Vaters“ hat sie damals bewusst abgelehnt. Mit der Absicht, dass ich eines Tages von meinem leiblichen Vater erben sollte. Dieser allerdings verlangte, dass ich eine Verzichtsurkunde unterschreibe, was ich auch gemacht habe. Schliesslich möchte ich kein Geld von jemandem, der nicht will, dass ich es bekomme. 

Jetzt wo es um das Erbe „meines“ Onkels geht, wird diese Gesetzeslücke des „Nicht-adoptiert-seins“ von meiner Halbschwester gegen mich ausgespielt. Schliesslich geht es um ziemlich viel Geld. Meine Mutter, die ganz genau weiss, dass sie dafür anno dazumal die Weichen gelegt hat, schiebt die Verantwortung von sich, indem sie sagt, mein „Vater“ habe mich nie adoptieren wollen. 

Zum Glück weiss ich, auf Papier und in meinem Herzen, dass das nicht wahr ist. So hat er damals auch seines letzten Willen schriftlich festgehalten und notariell beglaubigen lassen. Er wollte ausdrücklich und explizit, dass ich zu gleichen Teilen wie seine leibliche Tochter erbe, auch nach seinem Ableben, was die Erbfolge betrifft.

Und wie viel Eigenverantwortung übernehme ich jetzt dabei? Wie gehe ich mit der Situation um? Wie agiere ich? Wie steht es um die moralische Verantwortung meiner „Schwester“ in dieser Geschichte, wenn sie den letzten Willen ihres Vaters eiskalt übergeht, weil das Testament von Gesetzes wegen nicht mehr rechtsgültig ist?

Wir sind also alle involviert und verwickelt in diese Geschichte und Thematik. Verantwortung – Geld – Gesetze. Jeder auf seine Art und jeder geht entsprechend anders damit um. 

Und was ist dein Thema? Deine Lebenslektion? 

VERTRAUEN – eine Lebensgeschichte

Vertrauen

Vertrauen

Nach einer kurzen Nacht weckt mich das goldene, raumdurchflutende Licht der Sonne. Meine Freundin streichelt schlaftrunken den schnurrenden Kater im Bett ihrer Tochter und wir geniessen unser seltenes Zusammensein und den Start in einen neuen, geschenkten Tag. Voller Vertrauen, dass es ein guter werden wird.

Plötzlich und ganz unverhofft, steht ihr kleiner Sohn in der Türe. Sie hat tatsächlich komplett vergessen ihn zu wecken! Er sollte längst in der Schule sein! Im Vertrauen, dass es das einzig Richtige sei, wird er abgemeldet und gemeinsam geniessen wir ein frisches Müesli draussen auf der sonnigen Terrasse.

Standbytickets müssen noch gebucht werden und ein wichtiger Geldtransfer getätigt, doch das Internet bockt. Also husch aufs Velo an einen bedienten Bankschalter. Die Zeit wird langsam knapp. Wir schnappen unsere Rollkoffer und rennen auf die U-Bahn. Uff, geschafft und grad noch rechtzeitig am Flughafen.

Der Check-in Automat will allerdings partout unseren Code nicht akzeptieren. Wir drucksen uns also, sorry, sorry, durch die lange Warteschlage zur bedienten Desk. Doch auch da klappt es nicht. Hää? Schon klar, schliesslich wollen wir ja auch von Frankfurt nach Zürich und nicht umgekehrt, wie wir es irrtümlich gebucht haben!

Also ab ans nächste Gate. Wir kriegen schon noch einen Flieger. Elf Personen sind auf Standby. Wir sind Nr.10 und 11. Der Flug ist massiv überbucht. Sieht gar nicht gut aus, sagt die Logik. Wenn wir den verpassen, verpassen wir auch unsere Produkte-Präsentation in Zürich. Sieht gut aus, sagt das Vertrauen. 

Boarding completed. Die Dame am Counter schickt uns weiter. Wir sollen den nächsten Flug nehmen. Mitten im Schritt jedoch halte ich inne. Etwas in mir zieht mich rückwärts. Mein Körper setzt ein klares Zeichen. Meine Freundin kennt mich sehr gut und vertraut mir, und gemeinsam gehen wir zurück ans Gate und warten.

Es sind nur noch die 11 Personen von der Standby Liste da und ich stelle mich einfach direkt vors Fingerdok. Die Energie fliesst also schon mal da rein. 4 Minuten wollen sie noch warten. Doch die fehlende Gruppe kommt nicht mehr und wir dürfen boarden! Einmal mehr erlebe ich, wie sehr ich auf mein Gefühl vertrauen darf.

Auch unsere Gangnachbarin ist ausser sich vor Freude, dass es doch noch geklappt hat. Etwas Unglaubliches sei ihr passiert, das habe sie echt noch nie erlebt! Sie habe in der falschen Reihenfolge gebucht. Nämlich Zürich – Frankfurt, statt umgekehrt. Wie wir! Unglaublich!

In Zürich klemmt das Gepäckband, die Zeit wird langsam eng. Wir vertrauen  dem Techniker und kommen gerade noch rechtzeitig zu unserer Präsentation. Auf der Fahrt zurück nach Uster werden wir noch einmal hart auf die Probe gestellt und müssen in Schwerzenbach auf den Bus umsteigen. Bis wir endlich zu Hause sind ist es just Mitternacht. Was für ein Tag!

DER ZAHNARZT – eine Handgeschichte

Der Zahnarzt

der Zahnarzt

In einem Altenheim ist eines der wenigen Dinge, die noch wirklich Lust und Freude bereiten, das Essen. Wenn jedoch ab einem gewissen Jahrgang die Bezahnung oben und unten einfach nirgends mehr übereinstimmt, wird es schwierig. Der Besuch beim Zahnarzt ist angesagt, denn wer hat schon Lust auf Suppe jeden Tag?

Vor genau einem Jahr hat der ortsansässige Zahnarzt gemeint, in diesem speziellen Fall sei leider nichts mehr zu machen. Hörig wie manch einer von uns ist wenn es um die Meinung von Menschen in weissen Kitteln geht, wird das Urteil kommentarlos hingenommen und frustriert weiter brav Suppe gelöffelt. 

Eine zweite Meinung muss her. Raus aus dem Dorf, rein in die Stadt. Die Auswahl ist gross und der Zahnarzt wird übers Bauchgefühl ausgewählt und ein Termin vereinbart. Wie gerne würde ich seinen Namen hier nennen, aber das darf ich nicht. Auf jeden Fall kommt er postwendend auf meine Liste der; Leute und ihre Namen. 

Nun, er nimmt sich wirklich viel Zeit für uns und ich merke, er ist sehr interessiert und ehrgeizig. Er will unbedingt eine Lösung für uns finden. Abdrücke vom Kiefer werden gemacht, überlegt, geschaut, die Röntgen studiert. Diese stillen Momente nutze ich, um seine Hände genauer zu betrachten. Erstaunt bin ich eigentlich nicht.

Seine Finger sind lang, das Nagelbett breit, die Daumen dominant, gross und kräftig. Im Handteller zeigt sich eine ganz spezielle, prominente Linie, die sich quer von einer Kante zur anderen zieht. Sie vereint Kopf- und Herzenergie in einem Kanal. Eine sogenannte Simianlinie. Auch ein Begabungszeichen übrigens.

Menschen mit einer solchen Kombination haben Ambitionen, einen starken Willen und einen schier unendlichen Fokus wenn es um das Stillen ihres Wissenshungers geht. Bei diesem Zahnarzt weiss ich, da sind wir an der richtigen Adresse. Er wird auf jeden Fall ein Resultat liefern. Beruhigt lehne ich mich zurück und lächle still. 

DIE HAIFISCHE – eine Traumgeschichte

Die Haifische

Die Haifische
Der Traum…

Ich wohne auf einem Schiff mitten auf dem Ozean. Im Inneren des Bootes gibt es eine lange, breite Rutschbahn und an deren oberen Ende ein Türchen. Dahinter befindet sich ein Becken in welchem es zwei Haifische hat.

Wenn ich das Türchen aufmache, gelangen diese über die Rutschbahn direkt ins offene Meer. Dort können sie sich austoben und richtig schwimmen. Es sind wunderschöne, ganz spezielle Haifische. Auf der Seite haben sie einen schwarzweissen ovalen Fleck, ähnlich wie die Orcas. Einer ist etwas kleiner als der andere.

Wenn sie vom Herumschwimmen genug haben, gelangen sie durch ein Haientörchen wieder ins innere des Schiffes und somit direkt in ihr Becken. Wenn ich sie jeweils frei lasse, muss ich auf einen kleinen Absatz steigen, damit sie meine Füsse nicht packen können, wenn sie mit der Schnauze voran auf die Rutschbahn gelangen.

Einmal, als ich denke, dass beide Haifische drin in ihrem Becken sind, gehe ich selber ins Meer zum Schwimmen. Plötzlich realisiere ich, dass jene, die vorher rein ins Schiff sind, nicht die richtigen, sondern zwei kleinere Haifische sind, und die beiden Grossen noch immer frei im offenen Meer unterwegs sind . Ohhh Mist!

Und plötzlich finde ich auch unser Boot nicht mehr. Keine Ahnung in welche Richtung ich jetzt schwimmen soll und wo unser Boot ist. Kein gutes Gefühl!

… und die Übersetzung dazu

Ich wohne auf einem Schiff mitten auf dem Ozean.
Das Meer steht für die tiefe Gefühlswelt. Ich wohne also momentan sozusagen mitten im Zentrum meiner Gefühle und bin von ihnen umgeben soweit das Auge reicht. 

Im Inneren des Bootes gibt es eine lange, breite Rutschbahn und an deren oberen Ende ein Türchen. Dahinter befindet sich ein Becken in welchem es zwei Haifische hat.
Ich vermute, dass diese meine beiden Teenager symbolisieren.

Wenn ich das Türchen aufmache, gelangen sie über die Rutschbahn direkt ins offene Meer. Dort können sie sich austoben und richtig schwimmen.
Lasse ich meine Teenager so kontrolliert raus? Ich möchte, dass sie das machen können, was sei am liebsten tun, nämlich frei sein, raus gehen und machen was sie wollen.

Es sind wunderschöne, ganz spezielle Haifische. Auf der Seite haben sie einen schwarzweissen ovalen Fleck, ähnlich wie die Orcas.
Für eine Mutter ist die eigene Brut etwas ganz Spezielles. Sie erkennt jedes unter Milliarden anderen und findet ihres am allerschönsten. Das ist bestimmt nicht nur bei mir so, oder?

Einer ist etwas kleiner als der andere.
Ja, klar, einer meiner Teenager ist ja schliesslich auch etwas jünger. Bei mir sind es zwar drei im Ganzen, doch der Älteste ist bereits erwachsen und ist für sich selbst verantwortlich. Er kommt und geht wie es ihm beliebt.

Wenn sie vom Herumschwimmen genug haben, gelangen sie durch ein Haientörchen wieder ins innere des Schiffes und somit direkt in ihr Becken.
Meine Kinder haben ihr sicheres Zuhause und jedes sein Bettchen. Sie kommen freiwillig und gerne wieder nach Hause. Doch, kontrolliere ich sie zu sehr? Nehme ich ihnen zu viele Freiheiten? Enge ich sie ein?

Wenn ich sie jeweils frei lasse, muss ich auf einen kleinen Absatz steigen, damit sie meine Füsse nicht packen können, wenn sie mit der Schnauze voran auf die Rutschbahn gelangen.
Sozusagen immer vorsichtig, wenn ich ihn den kleinen Finger gebe, wollen sie die ganze Hand. Muss ich aufpassen wenn ich sie raus lasse? Haben sie eine freche Schnauze wenn ich ihnen zu nahe trete?

Einmal, als ich denke, dass beide Haifische drin in ihrem Becken sind, gehe ich selber ins Meer zum Schwimmen.
Auch ich bin öfter weg und erlaube mir, mein Leben zu leben und frei zu gestalten. Doch immer nur  dann, wenn ich sicher bin, dass meine Kinder gut versorgt sind. 

Plötzlich realisiere ich, dass jene, die vorher rein ins Schiff sind, nicht die richtigen, sondern zwei kleinere Haifische sind, und die beiden Grossen noch immer frei im offenen Meer unterwegs sind . Ohhh Mist!
Was mache ich wenn ich keine Ahnung habe wo sie sind? Es erschreckt mich und macht mir Angst. Was kann alles passieren wenn sie draussen sind? Wen oder was „bedrohen“ sie? Inwiefern werde auch ich involviert sein?

Und plötzlich finde ich auch unser Boot nicht mehr. Keine Ahnung in welche Richtung ich jetzt schwimmen soll und wo unser Boot ist. Kein gutes Gefühl!
Manchmal habe ich einfach keine Ahnung was ich in so einem Moment tun soll. Dann fühle ich mich orientierungslos und weiss nicht, was richtig und was falsch ist.  

Geht es dir auch manchmal so mit deinen Teenagern? Fühlst du dich auch manchmal einfach ausgeliefert? Musst du dich auch manchmal vor ihrer Schnauze in Acht nehmen? 🙂 Und doch – mit ihnen fühlen wir uns doch mitten im Ozean der Gefühle. Die in Liebe und Fürsorge überflutenden, und die mütterlich stolzen. Egal was für Runden sie drehen. Einsperren können und wolle wir sie schliesslich auch nicht. Sie sollen ihr schönes Leben in Freiheit und selbstbestimmt leben dürfen. Und wir auch. Oder?

UNSERE FÄHIGKEITEN – eine Handgeschichte

Unsere Fähigkeiten

Unsere Fähigkeiten

Kürzlich, an einem meiner Workshops, haben wir intensiv in die Händepaare der Teilnehmerinnen geschaut und nach Begabungszeichen Ausschau gehalten. Diese zeigen unsere Fähigkeiten in Form von spezifischen Linienformationen, Zeichen und Sternen. So ein Zeichen möchte auf eine ganz bestimmte Begabung aufmerksam machen.

Meist ist es allerdings eben so, dass die Person diese Begabung zwar hat, also in sich trägt, sie jedoch  nicht wirklich lebt und in ihren Alltag integriert. Daraus resultiert dann eine Art Gegenbewegung. Durch die Ablehnung der eigenen, individuellen Fähigkeit bezahlt man einen teueren Preis, und nicht selten fliessen beim Erkennen dann gerne auch mal Tränen.

Warum wir unsere Fähigkeiten oft ablehnen, zeigt sich unter anderem auch in der Fingerprint Kombination. Erst wenn uns die Thematik unserer Lebenslektionen klar bewusst wird, können wir hinsehen, eine Entscheidung treffen, all unseren Mut mobilisieren und uns aktiv darin üben, mit diesen unseren inneren Drachen zu fliegen. 

Die Erkenntnis, dass wir alle eigentlich schon immer wussten, dass wir dies oder jenes am liebsten tun würden, aber nie umgesetzt, uns nie getraut, ja uns nie zugetraut haben, schmerzt. Schliesslich sind wir hier in diesem Leben, um unser Potential voll und ganz auszuschöpfen. Egal was wer denkt, sagt, macht usw.! 

Wir kreieren unser Leben selbst, ob wir das wahrhaben wollen oder nicht. Wir sind die Schöpfer unserer Zukunft. Dazu braucht es keine Handleser. Mit der uralten Wissenschaft der Handanalyse kann ich jedoch Menschen darauf aufmerksam machen, was sie wirklich, wirklich gut können, was ihre wahre Begabung ist. 

Wissen tun es die Meisten bereits. Deshalb ist es auch kaum je etwas Neues, wenn jemand zu mir in einen Begabungszeichen Workshop kommt und wir gemeinsam eintauchen und diese Schätze bergen. Wir holen sie lediglich wieder ans Tageslicht und Folge dessen auch ins Bewusstsein. Und jetzt kann ich wählen – wählen was ich tatsächlich leben will.

DER LEUCHTTURM – eine Lebensgeschichte

Der Leuchtturm

der Leuchtturm

Nach einem absolut genialen Visionboard-Workshop mit Carina Boxler, hat mich dieses obige Bild weiter begleitet. Daraufhin, und weil es perfekt zu meiner momentanen Situation passt, habe ich beschlossen, nicht mehr das Opfer zu sein, denn ich habe es selber in der Hand, wie ich mit einer Situation umgehen will. Ich habe jederzeit und immer die Wahl.

Egal wer was durch mich kompensieren, loswerden oder ausagieren, mich bestrafen, beschuldigen, verachten, vernichten, auslassen oder verletzen will. Es geht nicht, wenn ich mich selbst liebe. In solchen Momenten, auch wenn es weh tut, einfach im Herzen bleiben. Denn wer sich selbst liebt ist tatsächlich unzerstörbar. 

Deshalb habe ich gewählt, ein Leuchtturm zu sein. Fest verankert meinen Platz einzunehmen, stramm zu stehen wie ein Fels in der Brandung. Für mich einzustehen, stets zentriert zu bleiben. Auch beim grössten Sturm, wenn es um mich tobt und wütet und alles scheint, von den überdimensionalen Wellen überflutet und verschluckt zu werden. 

Einfach jede Welle an mir abprallen lassen. Auch wenn es nass und kalt ist – es kann mich nichts von meinem inneren Kurs abbringen. Ich weiss, wo mein Platz ist und ich stehe fest und sicher. Geboren, um zu leuchten. Hoffnung, Vertrauen und Stärke ausstrahlend, immerfort. Licht sein wenn es dunkel ist. Konstant und unermüdlich.

Einfach weiter da sein und leuchten. Orientierung geben. Richtung weisen. Mein inneres Licht nach Aussen tragen. So, dass es für alle sichtbar wird. Für mich und für jene in (See-) Not. Für kleine Schiffchen und auch grosse Dampfer, die im Sturm den Kurs zu verlieren, oder unterzugehen drohen. Ich bin für sie da, ich leuchte.  

Eine beruhigende Beständigkeit. Immerfort. Verlässlich. Wiederkehrend. Gleichmässig. Es bringt Ruhe und Frieden in mein Herz. Zuversicht. Liebe. Vertrauen. Selbstvertrauen. Dieses Leuchten – es leuchtet im Takt, hat einen Rhythmus. Den Rhythmus meines Herzens. Baduum, baduum, baduum …..

ASCHENPUTTEL – eine Handgeschichte

Aschenputtel

Aschenputtel

Kürzlich in einer Folge von „Der Bachelor“, hat mich die Auserlesene an einen Archetypen erinnert, den ich auch in der Handanalyse kenne und anwende. Das Aschenputtel. In der Handanalyse zeigt es sich in einer speziellen Kombination von Fingerabdrücken, die der Ebene der Lebenslektion zugeordnet wird. 

Ludmilla, die Einfache, Ungeschminkte, Natürliche und Liebevolle. Die, die sich all die Wochen still und unscheinbar im Hintergrund gehalten hat. Sie ist es schlussendlich, die das Herz des Bachelors erobert und somit die letzte Rose von ihm erhält. Privat reitet sie und arbeitet mit Pferden, ganz wie im Märchen. 

Wer das Aschenputtel als Lebenslektion in seinen Händen hat, hat auf drei Fingerabdrücken den tiefsten Wert. Die Themen der entsprechenden Finger setzten sich zusammen aus: Selbstwert – Familie – Beziehung. Ein negativer Glaubenssatz könnte sein; „Ich bin es nicht wert geliebt zu sein“.

Auch wenn unsere Fingerabdrücke ca. 5 Monate vor Geburt fertig entwickelt sind und sich nicht mehr verändern, ganz im Gegensatz zu Linien und Zeichen in der Hand, können wir dennoch unsere Lebenslektion, unsere negativen Glaubenssätze transformieren. Wir wechseln dafür einfach vom Minus- in den Pluspol und drehen es somit einfach um.

Natürlich braucht das Mut, Energie, Vertrauen, und einen starken Glauben an sich selbst. Ich kann das, ich schaffe das, ich weiss was ich will, ich tue es trotzdem, ich folge dem Ruf meines Herzens, ich vertraue der Stimme in mir, mein Bauch hat immer recht, ich lebe meinen Traum, ich kenne die Kraft der Wünsche u.s.w.

Was macht also das Mauerblümchen im grauen Kittel in der Küche der Stiefmutter? Verbunden mit sich selbst und mit ihrer (Ur-) Mutter, vertraut sie der Kraft ihres Wunsches und wünscht sich ein Kleid. Sie nimmt alle ihren Mut zusammen, geht damit an den Ball und heiratet schlussendlich den Prinzen. 

Und wenn sie nicht gestorben sind, deine Wünsche, dann lebe sie noch heute!