Alle Beiträge von Barbara Vassalli

DIE QUAL DER WAHL – eine Lebensgeschichte

Die Qual der Wahl 

die Qual der Wahl

Was macht das mit mir wenn ich dieses Wort höre? Was passiert in meinem Körper? Die Qual der Wahl. Ist es tatsächlich eine Qual, zu wählen? Oder ist es nicht viel mehr ein Privileg, eine Freude, die Wahl zu haben? Genau genommen haben wir ja immer eine Wahl. Wir sind stets ermächtigt, zu wählen. Wir geben dadurch unsere individuelle Vorliebe und Richtung vor. Das, was für uns richtig ist. 

❞Alles in dieser Welt kann als eine Krise oder als eine Chance gesehen werden. Die Wahl fällt in unserem Geist. Um genau zu sein: In Deinem Geist.❝

Ein aktueller Kalenderspruch von Veit Lindau. Als er das geschrieben hatte, konnte er jedoch noch nicht einmal annähernd ahnen, dass es jetzt, heute, in diesem Jahr so ist wie es eben gerade ist. Und es passt so gut. Die Qual der Wahl. Wem und was will ich glauben und vertrauen? Wie will ich persönlich handeln? 

Wenn ich in meine Hände schaue und sehe, was ich da an Ressourcen habe, was mir alles zur Verfügung steht und was ich daraus machen kann und könnte, dann ist das für mich ein perfektes Beispiel von – Die Qual der Wahl – und ich bin echt sehr dankbar, dass ich jederzeit wählen kann, ob ich jetzt etwas Positives für mich aus einer Situation mache, oder ob ich mich im Negativen verschanze. 

Was heisst das denn jetzt konkret, wenn für jemanden das Wählen eine Qual ist?

Heisst es, dass er – der Mensch – vielleicht gar nicht weiss was er wählen soll, weil er nicht weiss was genau er nun wirklich will? Drückt er sich lieber vor dem Wählen? Drückt er sich  davor, Verantwortung für seine Wahl zu übernehmen und überlässt diese demnach lieber jemand anderem? Aus der Distanz kann man dann locker drauflos schimpfen und unzufrieden sein mit der – von anderen – getroffenen Wahl. Man ist ja dann nicht verantwortlich dafür, man hat das ja schliesslich nicht selbst gewählt. 

Früher, also eigentlich noch gar nicht so lange her, durfte man als Frau ja offiziell gar nicht wählen! Wir hatten nicht das Recht dazu! Doch JETZT haben wir es, alle, ob Mann oder Frau, jeder einzelne von uns. Also lasst uns in die Eigenverantwortung gehen!

UNTER DER GÜRTELLINIE – eine Handgeschichte

Unter der Gürtellinie

Vielleicht gibt es tatsächlich Menschen, die zu mir in eine Handanalyse kommen, weil sie etwas auf Tuchfühlung gehen möchten. Sie mögen es einfach, wie ich ihre Hand halte, den sanften Druck, den ich ausübe, wenn ich über ihre Landkarte streiche. Klar gab es auch schon mal die ein oder andere Anmache, aber unter der Gürtellinie war das jedoch noch nie.

Ihre Hand in meiner ermöglicht eine erste Kontaktaufnahme. Wenn immer möglich gebe und nehme ich die Hand. Es gibt mir zusätzliche Informationen, wenn ich spüren kann, wie sich die Textur der Haut anfühlt, ob sie weich ist oder rau, die Hand generell eher angespannt oder locker, und auch, wie beweglich und flexibel die Finger und das Grundgelenk des Daumens sind.

Es gibt tatsächlich auch Linien in der Hand, die den Namen Gürtel tragen. So zum Beispiel der Venusgürtel, der Apollogürtel, der Saturngürtel oder gar der Heldenverehrungsgürtel. Jeder dieser Gürtel hat seine individuelle, ureigene Bedeutung. Hinter diesen Gürteln verbergen sich spezifische Eigenschaften und Charakteristika. Direkt unter der Gürtellinie, die wir Venusgürtel nennen, steht die Herzlinie.

Kürzlich an einem Workshop war eine Teilnehmerin dabei mit einem Gerät, das die Carotinoide im Körper eines Menschen via Lichtstrahl messen kann. Das wollte ich natürlich unbedingt auch ausprobieren. Schliesslich nehme ich ganz bewusst jeden Tag, frische, antioxidative Supplements ein. Ganz wie es sogar Deepak Chopra in seiner neusten Meditations-Reihe erwähnt. 

Dabei musste ich meine Hand an das Gerät halten. Sie sagte zu mir, der Lichtstrahl müsse direkt unter der Herzlinie auftreffen. Ganz erstaunt sah ich sie daraufhin an und frage sie, ob sie in dem Fall auch etwas von der Kunst der Handanalyse verstehe. Und schon hatten wir gleich weiteren, spannenden Gesprächsstoff.

Ach übrigens; meine Werte lagen im oberst möglichen Bereich und topten somit jegliche Werte der anderen anwesenden Teilnehmern des Workshops. Also auch jene von denen, die sich nach bestem Wissen und Gewissen ayurvedisch, natürlich, frisch und biologisch ernähren. 

Tja, und nachher wollten sie natürlich alle das haben, was ich jeden Tag zu mir nehme. Egal was es sei, nur her damit! 🙂

WALDLICHTUNG – eine Traumgeschichte

Waldlichtung – eine Traumgeschichte

Der Traum
… und die Übersetzung dazu


Irgendwo auf einer Schotterstrasse halte ich an, steige aus dem Auto, und laufe in den Wald. Ich möchte für Mama einen kleinen Strauss Wiesenblumen pflücken und Heidelbeeren sammeln. Es hat noch nicht so viele Reife, und doch will ich das Säcklein voll machen. 

Auf meiner Suche nach mehr, bewege ich mich immer weiter und weiter von meinem Auto weg.  Irgendwann hören das hohe Gras und die Blätterstauden plötzlich auf, und ich betrete eine mit Tannennadeln bedeckte kleine Waldlichtung. 

Da liegen vereinzelt reife Heidelbeeren einfach so auf dem Boden, als wollten sie mich führen und mir den Weg weisen. Schritt für Schritt gehe ich weiter und nehme jedes Einzelne sorgfältig auf. Plötzlich erkenne ich, dass der Waldboden eine runde Fläche ist, umrahmt von hohen Tannen. Es sieht aus wie ein grosser Kreis in welchem sich ein weiterer, engerer Kreis befindet. 

Noch während ich in diesen eintrete spüre ich eine unglaubliche Kraft. Mit leicht ausgebreiteten Armen und Blick in den klaren Sternenhimmel richte ich mich aus, wie im yogischen Tadasana, und empfange, direkt vom Firmament. 

Diese Kraft zu spüren, voll und ganz in meiner Mitte zu sein, berührt mich zutiefst und macht mich unendlich demütig und sprachlos.

Ich habe ein Ziel und das ist mir wichtig, egal wie lange ich dafür brauche – ich bleibe dran. Dafür bewege ich mich auch raus aus meiner Komfortzone (Auto) und begebe mich auf unwegsames Gelände (hohes Gras und Stauden). Ich suche die richtigen und passenden Momente/Gelegenheiten/Menschen (reife Beeren), um vorwärts zu kommen.

Mein Alltag darf also ruhig spürbar leichter und heller werden (Waldlichtung) und ich darf mich vertrauensvoll leiten lassen (vereinzelte, wegweisende Beeren am Boden). Achtsam den Tag pflücken ist die Devise. Carpe diem. Nur so komme ich meiner Mitte (Kreis) und somit mir selber und meinem Ziel immer näher und näher. Indem ich mich  wortwörtlich zentriere. 

Wenn ich ganz bei mir bin, voll und ganz ich bin, mich einmitte, dann bin ich in meiner ganzen Kraft! 

Dieser Traum, verbunden mit all den extrem intensiven Gefühlen begleitet mich durch den ganzen Tag und bestimmt noch lange darüber hinaus. Er zeigt mir, dass in mir und durch mich alles möglich ist. Ich bin Energie, ich bin Kraft, ich bin Eins mit dem Göttlichen, Eins mit dem Universum!

WACHSTUMSPOTENTIAL – eine Handgeschichte

Wachstumspotential

Wachstumspotential

Kennst du dein Wachstumspotential? Oder eher nur die dunkle, ungemütliche Schattenseite? Wie gehst du mir ihr um? Macht sie dir Angst? Weichst du ihr aus? Ignorierst du sie? Oder nutzt du das grosse Wachstumspotential, das sich darin verbirgt? Denn im Schatten können wir auch Kraft sammeln, auftanken, uns erholen und wieder regenerieren. 

Wir tragen beides in uns, das Dunkle genauso wie das Helle. Schatten und Licht sind wie zwei sich ergänzende Gegenpole. Es ist wie Tag und Nacht, Ebbe und Flut, Sommer und Winter, schlafen und wach sein, Frau und Mann, Süden und Norden, schwarz und weiss, grün und rot, ja und nein, plus und minus. Die Liste könnte endlos weitergespannt werden.

Was jedoch auf den ersten Blick als Gegensatz erscheint, erweist sich schliesslich als ausgleichende Kraft. Das paradoxe Prinzip – wie wir es in der Handanalyse nennen. Wir können es als unseren Feind betrachten, dagegen ankämpfen, es ausschliessen, oder uns in es hinein geben und dadurch erst in unsere innere Balance und Energie kommen. 

Die Schattenseite in uns zeigt sich auch in unseren Fingerabdrücken, da nämlich als unsere Lebenslektion. Jeder einzelne von uns ist herausgefordert, genau da hin zu schauen. Dort Licht hinein zu bringen wo es noch dunkel ist, wo noch Unklarheit herrscht, wo wir uns noch nicht trauen, um dann daran zu wachsen. 

So wie es auch die Pflanze macht, wenn sie im Herbst all ihre Energien in die Zwiebel zurückzieht, im dunklen Erdinneren ruht und wartet, um im Jahr darauf dann wieder voller Saft und Kraft hinaus ins Licht zu wachsen. Nämlich ins Helle, Fröhliche, Lichtbringende. Ein immer währender Zyklus mit enormem Wachstumspotential!

Sehr oft verstecken wir uns aber auch im Schatten – weil es manchmal auch bequem ist. Den Weg des geringsten Widerstandes gehen. Es kümmert sich dann ja jemand anders um uns, oder um diese eine Sache. Wir geben unserer Verantwortung ab. Und warum? Weil wir uns vor unserem eigenen Licht fürchten!

Willst du dein Wachstumspotential mal aus einer anderen Perspektive betrachten? Dann komm zu mir in eine Handanalyse.

MUTTER – eine Lebensgeschichte

Mutter – eine Lebensgeschichte

Mutter

Ich bin „made in England“, ein letzter, verzweifelter Hoffnungsakt meiner Mutter, das Herz meines Vaters zu erobern – ein verheirateter Mann, ein Reisender, ein Gipsy …. sie hatte keine Chance. So wurde ich denn in meinen ersten Jahren von Familie zu Familie gereicht.

Als meine Mutter heiratete und mich zurückholte, habe ich aufgehört zu sprechen und angefangen nach DER Wahrheit zu suchen. Wer ist mein Vater? Wer ist meine Mutter? Was stimmt wirklich? Lachen durfte ich nicht, das erinnerte meine Mutter an meinen Erzeuger. Ich bin so glücklich, dass ich ihn nach vielen Jahren endlich kennenlernen, von Seele zu Seele sehen durfte. Heute bin ich auch sehr dankbar, zwei Väter gehabt zu haben. Mögen sie in Frieden ruhen. 

Meine Kinderseele…

…ist oft aus meinem Körper geflüchtet. So habe ich diese andere Welt kennengelernt, die unsichtbare Welt – und dabei die Medialität entdeckt. Ich liebe den  mystischen Osten, seine Farben und Lichter, die Düfte und Geschmäcker von 1001 Nacht.

Das Reisen ist meine Leidenschaft. Anderen Menschen und Kulturen zu begegnen und dem Sound ihrer Sprachen zu lauschen. Die 10 Jahre in den Lüften dieser Himmel, die Arbeit in einem Kibbutz im heiligen Land, mein Jahr auf der Trauminsel, meine Soloreise durch China und Indien als 20 Jährige – alles verwirklichte Träume, die für immer tief verankert in meinem Herzen und in meiner Erinnerung bleiben werden. 

Die Tiefen der Ozeane haben es mir angetan. Die Delfine und  Meeresschildkröten, die stille Schwerelosigkeit beim Abtauchen in diese eine, andere Welt. Meine Lieblingsfarbe ist Türkis, es berührt meine Seele und heilt all meine Wunden – ich habe noch immer diese Steine dieser alten, zahnlosen Frau aus Nepal. 

Ich liebe mein Leben, meine Kinder, mein Mutter sein, Frau sein, Freundin sein, meine Arbeit als Handleserin und Networkerin. Und ich bin unendlich dankbar am Leben zu sein, gesund zu sein, wahrnehmen, sehen, hören, fühlen und lieben zu dürfen und Menschen um mich zu haben wie DICH. 

MUSTER – eine Handgeschichte

Muster

Muster

Ein Muster ist nicht nur etwas, das sich wiederholt, sich fortlaufend von Neuem zeigt wie zum Beispiel im Verhalten von Menschen, in der Natur, in Stoffen oder Bildern. Manchmal ist es auch einfach eine Spur, eine Zeichnung, die hinterlassen wird. Etwas ganz Einzigartiges, Individuelles, das es so in dieser Form nur einmal gibt. Etwas, das uns erlaubt, das Eine vom Anderen zu unterscheiden.

In der Handanalyse werde ich oft gefragt, was denn in der Zukunft noch alles passiere, wann sie ihren Traummann treffen, oder wie viele Kinder sie einmal haben werde. Da muss ich sie dann jeweils enttäuschen, denn genau das kann ich eben nicht in den Händen sehen. Es sind die individuellen Muster, gewisse Verhaltensweisen und Charaktereigenschaften, auf denen meine Aussagen beruhen. 

Was ich sagen kann ist, dass wenn jemand so weiter macht wie bis dato, sich im selben Muster bewegt und sich nicht verändert, man annehmen kann, dass eventuell Dies oder Jenes so oder anders geschehen könnte. Doch zum Glück verändert sich der Mensch im Verlaufe der Zeit, und auf Grund dessen auch die Linien in seiner Hand.

Die Hauptarbeit während meinem Volontär-Einsatz diesen Winter war, die Fotos, die wir von den gesichteten Schildkröten gemacht hatten, mit bereits bestehenden Bildern in der Datenbank zu vergleichen, um somit eine bereits eingelesene von einer Neusichtung zu unterscheiden. Der wichtigste Anhaltspunkt dafür war das Muster, also die Zeichnung im Gesicht der Schildkröte.

Es hat mich stark an die Muster in Händen und Fingerabdrücken erinnert. Was ich dann natürlich auch unserem Forschungsteam erzählte. Der Projektleiter wollte als Erster wissen, was für ein Muster er in seinen Händen habe. Zum Glück habe ich immer meine Lupe dabei, um mir solche Begegnungen nicht entgehen zu lassen, denn ich staune immer wieder, wie exakt die Sprache der Hände ist. 

Natürlich hätte er jetzt sagen können, dass ich ja gewusst habe, was er hier macht. Doch ich konnte ihm genau erklären, worauf meine Aussage beruht. Nämlich, dass er ein innovativ führender Pionier und Mentor im Dienste der Gemeinschaft sei, spezialisiert im Wissen um die Natur. Da war er schon sehr beeindruckt und auch sichtlich berührt. 

NOTLANDUNG – eine Traumgeschichte

Notlandung

Notlandung

Der Traum
… und die Übersetzung dazu

Im Traum bin ich wieder wie damals, im Flugzeug am Arbeiten. Allerdings merke ich, dass ich nicht mehr so versiert bin in den Abläufen vom Bordservice. Daher gehe ich oft einfach hin und her und schaue, ob alles ist im Falle einer Notlandung.
Was verunsichert mich grade momentan in meinem Alltag? Wo habe ich den Faden verloren in meinem Tagesablauf? Was soll ich jetzt als Nächstes tun? Seit dem Ausbruch des Virus ist nichts mehr wie es einmal war. 

Meine Brille fällt mir runter, kann sie jedoch nicht mehr finden. Da ich nicht gut sehe ohne, versuche ich Linsen einzulegen, doch die sind grösser als mein Auge und passen nicht rein.
Was kann oder will ich grad zur Zeit nicht sehen? Nicht erkennen? Ewig werde ich nicht wegschauen können. 

Dann fragt ein Passagier nach Milch für in seine Flasche und ich gebe ihm Wasser stattdessen.
Ich will weder selber Milch trinken, noch bin ich bereit für Andere welche zu besorgen! Ich bin doch keine Kuh! Und du auch nicht! Klarheit ist gefragt, darum gibt es Wasser! Gopf! Warum haben das noch nicht alle begriffen??

Es ist ein riesiger Flieger, ähnlich wie ein A380. Meine Duty ist ganz vorne, direkt beim Cockpit. Dort schläft ein Passagier in einem riesigen Bett und seine Füsse lugen unter der Daunendecke hervor.
Ich bin an der Front und kann doch nicht wirklich lenken. Schlafe ich selber noch?! 

Wir machen einen Zwischenstopp. Ich laufe einen Weg hinauf und müsste über eine ganz schmale Passage springen. Das schaffe ich nicht, denke ich und will umkehren Richtung Flugzeug. Doch dann nehme ich meinen ganzen Mut zusammen, auch wenn ich spüre, dass ich da niemals hinüber komme, ich versuche es!
Ja, es wird eng. Doch ich will alles versuchen, auch wenn es unerreichbar zu sein scheint! Es gibt immer einen Weg!

Ich nehme einen riesigen Satz, doch kurz vor dem Ziel rutsche ich ab. Doch mit extrem schnell laufen habe es ganz knapp geschafft, auf die andere Seite zu gelangen.
Siehst du? Wenn du wirklich, wirklich willst und es auch versuchst, dann kannst du es schaffen!

Im selben Moment läuft eine Familie oben durch und ihr kleines Mädchen rutscht ab. Ich kann sie grad noch halten.
Ich habe sogar im Moment so viel Vertrauen in meine innere Kraft, dass ich auch Andere auffangen kann. Trotz allem was im Moment grad abgeht.

Zurück im Flugzeug, vorne beim Cockpit sehe ich, dass wir extrem nah über dem Wasser sind! Bevor meine Frage nach dem Warum beantwortet wird, machen wir ein Notlandung.
Warum passiert das grad? Warum geht uns das so ans Lebendige? Droht jetzt alles abzustürzen? Nein, es wird eine einigermassen glimpfliche Landung geben, wenn auch nicht wie geplant.

Es ist zum Glück nichts passiert und wir biegen irgendwo in einen Seitenkanal ein. Teile des Flugzeuges haben sich voneinander abgelöst und sich in verschiede Kapseln aufgespalten.
Es muss nicht alles auf Mal gelöst werden, aufteilen und das Eine vom Anderen trennen macht mehr Sinn. Step by step weitermachen.

Wir navigieren entlang des engen Kanals, wie in einem Labyrinth. Da kommen wir unmöglich hindurch , denke ich, doch es passt wie angegossen.
Auch wenn es scheint, als befänden wir uns in einer Sackgasse, kommen wir doch  irgendwie durch. Ich spüre Zuversicht. 

Wir sind angekommen, die Kapsel öffnet sich. Wer will, kann aussteigen. Soll ich jetzt aussteigen oder lieber drin bleiben und warten, bis die Kapseln sich wieder vereinen und als Ganzes zurückfliegen?
Jetzt ist es erst recht wichtig, Geduld zu haben und zu warten, bis sich alles wieder fügt. Sich zusammentun und vereinen ist jetzt gefragt. 

Der Mann im grossen Doppelbett hinter dem Cockpit schläft immer noch tief und fest. Ich wecke ich auf.
Es ist jetzt an der Zeit aufzuwachen und den Tatsachen in die Augen zu schauen! 

Ein Crewmitglied von der zweiten Kapsel, setzt sich nun vor diese hin, schnallt sich an und macht sich bereit, jetzt als Nächstes durch das Labyrinth zu manövrieren.
Wir befinden uns tatsächlich mitten in einer Notsituation und manövrieren durch ein Labyrinth! Schnallen wir uns an, es wird eng, doch wir kommen durch! 

EIGENARTIG – eine Handgeschichte

Eigenartig

eigenartig

Ist es nicht eigenartig, was für ein Bild wir manchmal von uns selber haben? Dauernd wollen wir uns in ein anderes, vermeintlich besseres Licht rücken. Wir fokussieren auf die Menschen um uns herum, gleichen uns an, wollen so sein wie sie. So schön, so gross, so erfolgreich, so reich, so schlank, so sportlich, so humorvoll…. Die Liste könnte unendlich fortgesetzt werden. 

In der Handanalyse steht der Ringfinger für die Eigenschaften von Apollo, dem Gott der Sonne. Er zeigt uns, dass es ganz leicht und einfach, ja das Natürlichste überhaupt ist, zu strahlen, das eigene Licht in die Welt zu tragen, zu sein wie man ist, eigen in seiner Art. Eigenartig eben. Jeder Mensch ein Unikat, ein Individuum. 

Wenn also Apollo in deiner Hand eine Rolle spielt, dann geht es jetzt darum, aus dem Schatten hinauszutreten und den Mut zu haben, dich so zu zeigen wie du bist. Dich von der Masse abzuheben, deinen eigenen Style zu finden und Freude zu haben daran, anders zu sein. Zu dir und dem was dich ausmacht voll und ganz stehen. 

Ganz egal was andere denken oder sagen. Kritiker wird es immer geben. Dein Umgang damit macht den entscheidenden Unterschied. Es ist dieses eigenartig sein, das das Leben bunt und spannend macht. Die Diversität. Genau dadurch können wir uns optimal gegenseitig unterstützen, ergänzen und in unserer eigenen Art wertschätzen. Keiner kann alles alleine.

Kennst du deine Einzigartigkeit? Was macht dich aus? Womit bereicherst du die Welt? Was ist dein ganz spezielles Erkennungszeichen? Wie hebst du dich ab? Was kannst du wirklich gut? Das zu erkennen und zu leben ist wahre Kunst und ein Künstler zu sein heisst, etwas Verborgenes ans Licht zu bringen und im Aussen zu zeigen. 

Sei also mutig und eigenartig. Zeig dich und sei ein Lebenskünstler! Die Welt braucht dein Licht!

GEBEN UND ANNEHMEN – eine Lebensgeschichte

Geben und Annehmen

Geben und Annehmen

Kürzlich in einer kleinen Shoppingmall in einem Nachbarsland ist mir ein junger, fremdländisch aussehender Mann aufgefallen. Als hätte er bemerkt, dass ich ihn beobachte, wie er lässig in einen übergrossen Buchstaben gekrümelt in sein Handy vertieft ist, schaut er auf und strahlt mich an. Er hat mich das Geben und Annehmen neu gelehrt. 

Völlig locker fragt er mich nach 20 Euro. Ohne mit der Wimper zu zucken greife ich in meine Tasche, hole einen Schein raus und gebe es ihm, einfach so, weil es sich in dem Moment richtig anfühlt. Weil ich es habe und er anscheinend grad nicht. Weil die pure Geste des Gebens mir Freude macht, weil ich so auch ihm eine Freude machen kann. 

Er versichert mir, dass er mir das Geld zurückgeben werde. Ohne Erwartung dieses jemals wiederzusehen, tauschen wir unsere Nummern aus. Tage später meldet er sich  bei mir und wie er so nach meinen Bankdaten fragt kommt erste Skepsis auf. Ich soll die Karte fotografieren und ihm schicken. Doch ich vertraue ihm und tatsächlich, er überweist mir das Geld.

Nur weil ich seinen Stolz nicht verletzen möchte nehme ich das Geld von ihm an, nicht weil ich es annehmen möchte. Für mich ist Geben ist so viel einfacher als Annehmen. Doch das Annehmen ist eben auch eine Form des Gebens. Indem ich so meinem Gegenüber ermögliche, mir auch eine Freude zu machen. 

Schliesslich sind wir in Kontakt und er erzählt mir ein bisschen von seiner Geschichte. Von seiner tagelangen Flucht, was mit seiner Familie passiert ist und von seiner Freundin. Wie er jetzt an der Grenze arbeitet, freiwillig und ohne Bezahlung, weil er Menschen in Not helfen will. Das ist seine Form des Gebens. 

Was für unglaubliche Welten da für mich aufgegangen sind durch diese einfache Geste des Gebens und wieder Annehmens. 

MEINE WERTE – eine Handgeschichte

Meine Werte

Es gibt Situationen im Leben, da sind wir herausgefordert, ganz bei uns zu bleiben, in uns hinein zu spüren, hinein zu hören und uns zu fragen; was genau sind meine ganz persönlichen Werte? Was ist mir wichtig? Wo gehe ich Kompromisse ein und warum? Was will ich und was nicht (mehr)? Und wie kommuniziere ich das? 

Ohne Andere zu verletzen oder zu brüskieren ist es essentiell, dass wir uns selbst treu bleiben. Oft jedoch hindern wir uns da selbst am meisten. Unsere inneren, kleinen Drachen, unsere Lebenslektionen, prüfen unsere Standhaftigkeit, unsere Fortschritte im Lernen. Meine Werte sind klar – ich ernähre mich vegan, den Tieren, der Umwelt und meiner Gesundheit zu liebe.

Die Einladung also, die da in mein Postfach flattert, bringt mich ins Straucheln. In einem Steakhouse?! Auch wenn ich da kein Fleisch bestelle – es wäre, wie in einem Schlachthof zu stehen, zuzusehen und stumm hinzunehmen. Das fühlt sich alles Andere als gut und richtig an und entspricht definitiv nicht meinen Werten.

„Ich will doch dazugehören, sag einfach nichts und schweige. Du findest schon was Fleischloses zum Essen.“  So melden sich da meine Lebenslektionen der Zugehörigkeit und des Verstummens in mir. Das ruft postwendend meinen Lebenszweck des linken Saturns aufs Palett und ein hitziges Gefecht entflammt. 

Saturn will Gerechtigkeit und Integrität. Er nimmt das Verstummen an die Hand, macht ihm Mut, es trotzdem zu sagen und tröstet die Zugehörigkeit – keine Angst, ich bin bei dir! Meine Teilpersönlichkeiten formen ein Team und kommunizieren gemeinsam, respektvoll und klar: „Nein, wir kommen nicht mit ins Steakhouse. Das ist nicht kompatibel mit dem Empfehlen von veganen Produkten, mit dem wir einen Teil unseres Geldes verdienen.“

Und weisst du was? Es wurde für über 50 Leute eine neue Location gesucht und gefunden, im Respekt für das, wofür wir uns strak machen. Ist das nicht grandios?