MAM-i-CLOUD – eine Traumgeschichte

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Der Traum
Die Geschichte dazu

Eine Woche habe ich noch zum Leben und sage das meiner Familie. Am traurigsten von allen bin ich. Die Einen hören gar nicht richtig hin, nehmen es gar nicht richtig ernst. Anderen huscht sogar ein Lächeln über das Gesicht. Als wäre das eine Aussicht, endlich neue Freiheiten zu haben.
Braucht es dafür so einen Abgang ? Muss ich dafür real sterben? Mir wird es immer schwindliger. Hat es damit zu tun dass eine ernsthaft erkrankte Freundin gestern hier war? Auf jeden Fall sage ich meinen Kindern, dass ich nicht irgend ein Stern am Himmel sein werde, sondern ein Wölkchen. 

Das Mami Wölckchen. Mam-i-cloud. 

Sie würden mich immer alles fragen können und ich würde ihnen alles von oben zukommen lassen was immer sie brauchen, und ich weiss, sie werden an das glauben was sie erhalten, denn es kommt aus ihren Herzen. 

Macht es also gar nicht so viel aus, wenn ich nicht mehr da bin? Weil dann eben auch niemand mehr da ist, der alles kontrolliert? Kontrolliert ob die Haustüre zu ist, das Katzentörli abgesperrt, Futter nachgefüllt ist, die Kinder zu Hause sind, wo sie sind, was sie gerade tun, oder was jene machen, die hier sind. Ob sie fernsehen und was sie schauen. 

Niemanden interessiert das dann mehr, und jeder hätte seine absolute Freiheit. Wäre das nicht befreiend für alle? Auch für mich? Ich hätte mein Leben zurück und müsste dafür nicht sterben.

Übersetzt heisst das also, dass all das, was ich täglich mache eigentlich nichts anderes ist als Sisyphus Arbeit. Dass es überhaupt nichts und niemandem etwas bringt. Dass ich mich dabei schier umbringe und niemand etwas davon hat. Im Gegenteil. Tja, das wäre also meine Sisyphus Linie in der Hand. Alles klar. 

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